Fakten & Preise geprüft: 2026-06-23

Ich lebe in Michamvi Pingwe, auf der Ostküsten-Halbinsel zwischen Paje und Jambiani, wo ich ein Boutique-Hotel führe. Ich habe in zehn Jahren Menschen ankommen sehen, die genau die falsche Küste gebucht haben — und die Enttäuschung ist real. Diese Entscheidung verdient zehn Minuten Recherche.

Das Wasser an der Ostküste ist bei Hochwasser ausgezeichnet zum Schwimmen — bei Niedrigwasser legt sich die Lagune bis zu 1–2 km trocken. Der Sansibar Schwimm-Guide erklärt den 2,5–3,5 Meter Gezeitenunterschied, wann und wo man schwimmen kann (Nungwi und Kendwa für gezeiten-unabhängiges Schwimmen vs. Ostküste nur bei Hochwasser), Wassertemperaturen (26–29°C), Quallensaisons und warum die Nordküste für Familien die bessere Wahl ist.


Ostküste vs. Nordküste: die grundlegende Frage

Beide Küsten liegen auf derselben Insel und sind mit demselben Flugzeug erreichbar. Trotzdem sind sie grundlegend verschieden.

Was die Ostküste bietet:

  • Das klassische Postkartenbild: türkisfarbene Lagune, weißer Sand, Fischerdhows am Horizont
  • Die höchste Dichte an echten Boutique-Hotels (10–25 Zimmer, persönlicher Service)
  • Kite-Surfen in Paje (die beste Infrastruktur Ostafrikas)
  • Ruhigere, weniger kommerzielle Atmosphäre
  • Aber: Baden nur um Hochwasser möglich — Ebbe legt die Lagune 500 m–1 km trocken

Was die Nordküste bietet:

  • Ganzjährig zu allen Gezeitenzeiten schwimmbar (das Riff liegt weiter draußen)
  • Lebhafter, geselliger: Strandbar-Atmosphäre, Dhow-Sundowner-Touren, größere Hotels
  • Volle-Mond-Party bei Kendwa Rocks (monatlich)
  • Schildkröten-Aufzuchtstation in Nungwi-Dorf
  • Aber: Deutlich touristischer, mehr Trubel, weniger Boutique-Charakter

Die Ostküste — Strand für Strand

Paje

Sansibars Kite-Hub. Die Strandstraße von Paje hat mehrere Kite-Schulen, Water-Sports-Anbieter und eine junge, energetische Atmosphäre mit Beach-Food-Courts, Partys und einer starken Digitalnomaden-Community. Nicht ideal für Honeymooner oder Ruhesuchende — perfekt für Aktive und Soziale. Transfer ab ZNZ: ~1 h 15 min. → Paje Guide

Jambiani

Direkt südlich von Paje, aber eine andere Welt. Ruhiger, entspannter, lokaler. Boutique-Hotels, gute Restaurants, kaum Partystimmung. Beliebt bei Paaren und Honeymoonern, die die Ostküsten-Ästhetik wollen ohne Pajes Trubel. Das Dorf hat eine aktive Seetangfarm-Community — der Besuch bei Niedrigwasser ist ein echtes Erlebnis. → Jambiani Guide

Michamvi Pingwe

Die Halbinsel im Südosten der Ostküste. Das Ruhigste der drei Hauptdestinationen: wenige Hotels, fast keine Tagestouristen, ein kleines Korallendorf. Das ist wo ich wohne, und wo Boutique Hotel Matlai liegt. Der Preis: es ist weiter vom Flughafen (~1 h 30 min), und das Angebot an Restaurants und Aktivitäten ist limitierter. Für alle, die Stille und Abgeschiedenheit über Infrastruktur stellen.

Matemwe

Im Nordosten, auf dem Weg zur Nordküste. Exzellenter Mnemba-Atoll-Zugang für Taucher und Schnorchler. Die Atmosphäre liegt zwischen Ostküste und Nordküste: ruhiger als Nungwi, aber nicht so abgeschieden wie Michamvi.

Ostküste Transfers ab ZNZ:

ZielFahrzeit
Paje~1 h 15 min
Jambiani~1 h 20 min
Michamvi Pingwe~1 h 25–1 h 30 min
Matemwe~50–60 min

Die Nordküste — Nungwi und Kendwa

Nungwi

Das bekannteste Strandort der Nordküste. Lebhaft, voll, mit großen Hotels und einem echten Fischereihafen daneben. Die Schildkröten-Aufzuchtstation (Mnarani Natural Aquarium, USD 5–10 Eintritt) ist besuchenswert. Dhow-Sonnenuntergangstouren starten hier täglich. Abends gibt es Strandbargeschäfte, Musik und Marktessen.

Kendwa

3 km südöstlich von Nungwi, deutlich ruhiger als sein Nachbar. Der Strand ist breiter, der Sand weißer, und das Wasser hat minimale Gezeitenwirkung — das ist der Hauptunterschied zu Nungwi, das gelegentlich bei Niedrigwasser etwas zurückgeht. Die berühmte monatliche Full-Moon-Party findet in Kendwa statt. Kendwa Breeze Bungalows: ab ~EUR 78/Nacht.

Nordküste Transfer ab ZNZ:

  • Nungwi + Kendwa: ~60–75 min

Das Gezeiten-Problem — wirklich verstehen

Das ist das Detail, das die meisten Reiseführer falsch machen oder weglassen.

Die Ostküste hat einen Tidenhub von 2–3 Metern und einen sehr flachen Strandneigungswinkel. Das bedeutet: Bei Ebbe zieht sich das Wasser hunderte von Metern zurück und legt die Lagune als Riffflat frei. Das ist nicht ein kleines Detail — es ist der Hauptcharakter dieser Küste.

Das berühmt klare Wasser der Ostküste ist gezeitenabhängig — der Strand verändert sich vollständig zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Der Sansibar Schwimmen-Führer deckt den ~3 Meter Gezeitenunterschied der Ostküsten-Strandtage definiert, Strand-für-Strand Schwimmbedingungen (Nungwi und Kendwa für Alle-Gezeiten-Schwimmen vs. Ostküste nur bei Hochwasser), Wassertemperaturen ganzjährig (25–29°C), Quallensaisons und Seeigelgefahren auf dem Riffsockel ab.

Was das praktisch bedeutet:

  • Schwimmen ist nur ca. 2–3 Stunden um Hochwasser möglich
  • Bei Ebbe: Lagune ist trockengefallen oder sehr flach — kein Schwimmen, aber exzellente Strand- und Sandbankzeit
  • Das optimale Zeitfenster verschiebt sich täglich um ca. 50 Minuten (der Tidenrhythmus)
  • Um Vollmond und Neumond sind die Extreme am größten (tiefste Ebbe, höchstes Hochwasser)

Was das bedeutet, wenn man bucht:

  • Bei einer Unterkunft ohne Pool: unbedingt Hotel mit Pool wählen, oder eines, das an einem natürlichen Tiefwasserkanal liegt
  • Gezeitentabellen für exakte Reisedaten vorab prüfen: tides.today → Suchbegriff “Zanzibar”

Die Nordküste (Nungwi, Kendwa) hat dieses Problem nicht. Das Riff liegt weiter draußen, und der Strand bleibt zu allen Gezeitenzeiten schwimmbar. Das ist für viele der entscheidende Unterschied.


Wer sollte wohin?

Wenn du …Dann →
Kitesurfen willstPaje (Ostküste)
Vollkommen ruhig sein willstMichamvi Pingwe oder Jambiani (Ostküste)
Schwimmen zu jeder Zeit Priorität hatNungwi oder Kendwa (Nordküste)
Honeymoon / Pärchen-Urlaub planstJambiani oder Michamvi (Ostküste)
Geselligkeit und Strandbar-Abende willstNungwi (Nordküste)
Tauchen am Mnemba-Atoll planstMatemwe (Ostküste, nord)
Kulturinteresse + ArchitekturStone Town (Westküste)
Günstigstes BudgetPaje oder Nungwi (größtes Angebot)

Kombinationen die funktionieren

Die klassische Kombination ist 2–3 Nächte Stone Town + 5–7 Nächte Strand. Stone Town liegt nur 20 Minuten vom Flughafen — idealer Anfang oder Abschluss.

Einige Reisende teilen ihren Strandaufenthalt zwischen Nord und Ost — machbar, aber der Transferaufwand kostet einen halben Tag. Besser: eine Küste wählen und intensiv erleben.


Westküste und weniger bekannte Strände

Die meisten Guides fokussieren auf Ost- und Nordküste. Die Westküste und Südwestküste Sansibars werden selten erwähnt — zu Recht für klassischen Strandurlaub, aber für bestimmte Erlebnisse lohnend.

Westküste (Stone Town-Gebiet): Die Strände direkt bei Stone Town (Coco Beach, Kivukoni) sind für Baden nicht ideal — trüber, weniger schöner Sand. Aber: bestes Sonnenuntergangs-Erlebnis der Insel (Sonne geht direkt ins Meer, keine Inselbarriere). Für Tagestouristen die Stone Town besuchen und abends ans Meer wollen: Coco Beach ab 17:30 Uhr.

Bwejuu: 15 km südlich von Paje, ruhiger als Paje, ähnliche Gezeitenlogik. Kaum Touristen, einfacheres Unterkunftsangebot. Für Backpacker, die Ostküste ohne Kite-Szene suchen.

Kizimkazi (Südwestküste): Kein Strandort — Fischerhafen und Delfintour-Basis. Der Strand selbst ist nicht beachtenswert. Aber als Tagesausflug + Bootsfahrt interessant.

Menai Bay: Marine Conservation Area im Süden. Schnorcheln in ruhigeren Gewässern als der Nordostseite. Wenig touristisch erschlossen.


Welcher Strand in welcher Saison

Die Saisonalität trifft nicht alle Strände gleich:

Kusi-Saison (Juni–September, Südostwind):

  • Ostküste: Wind bläst von der Küstenseite weg — oft angenehm, gelegentlich stark
  • Nordküste: Liegt im Lee des Kusi — weniger Wind, angenehmer
  • Paje: Kite-Hochsaison, voll
  • Michamvi/Jambiani: Ruhig, gutes Wetter

Kaskazi-Saison (Dezember–März, Nordostwind):

  • Nordküste: Etwas Wellengang an den Küstenabschnitten zum offenen Meer
  • Ostküste: Geschützter, sehr ruhiges Wasser
  • Beste Unterwassersicht des Jahres (warm, klar)

Regenzeit (April–Mai):

  • Beide Küsten: grau und regnerisch. Ostküste-Hotels oft halb geschlossen.
  • Wer Flexibilität hat: günstigste Preise, fast menschenleere Strände — für Abenteurer geeignet.

Fazit für Buchungsentscheidungen: In der Kusi-Hauptsaison (Juli–September) punktet die Nordküste durch Wind-Schutz. In der Kaskazi-Saison (Dezember–März) ist die Ostküste ruhiger und klarer. Für alle anderen Monate: eher egal.


Beste Unterkunftswahl nach Strand

Eine schnelle Übersicht für die Unterkunfts-Entscheidung:

StrandBudget (USD/N)Charakter
PajeUSD 15–250Backpacker bis Boutique, Kite-Szene
JambianiUSD 15–350Breites Spektrum, ruhig, Boutique-Mitte gut
MichamviUSD 150–500+Hauptsächlich Boutique, abgelegen
MatemweUSD 80–500+Boutique bis Luxus, Tauch-fokussiert
NungwiUSD 60–1.000+Alles: Budget bis Luxus-Resort
KendwaUSD 60–500Schmäleres Angebot, ruhiger als Nungwi

Für Budgetreisende: Paje oder Nungwi — meiste Auswahl im unteren Preissegment.
Für Boutique-Liebhaber: Michamvi oder Jambiani — persönlichster Service, beste Atmosphäre.
Für Luxus: Nungwi oder Matemwe — größte Auswahl an Fünf-Sterne-Optionen.


Transport zwischen den Stränden

Wer zwei Küsten kombinieren will oder Tagesausflüge plant: Die Distanzen auf Sansibar sind überschaubar.

Von → NachFahrzeitPreis (ca.)
Paje → Nungwi~1 h 15 minUSD 30–45 Taxi
Paje → Stone Town~1 hUSD 25–35 Taxi
Nungwi → Stone Town~1 hUSD 30–40 Taxi
Jambiani → Kizimkazi~30 minUSD 15–20 Taxi
Michamvi → Matemwe~45 minUSD 20–30 Taxi

Dalla-Dalla (lokaler Minibus): Zwischen allen großen Orten, für USD 1–3, aber 2–3× langsamer. Für Busstrecken nach Stone Town gut. Für direkten Nord-Süd-Transfer: Taxi wird zur Pflicht, weil es keine Direktverbindung gibt (immer über Stone Town).

Scooter-Miete: USD 15–25/Tag. Für die Ostküste (Paje–Jambiani–Michamvi-Achse) gut geeignet. Straße ist asphaltiert. Nicht für Tagestour von Ostküste nach Nungwi — zu weit und anstrengend.


Wassertemperaturen — Monat für Monat

Das Wasser um Sansibar ist ganzjährig warm — die Temperatur schwankt nur zwischen 25 °C und 29 °C. Ich lebe in Michamvi Pingwe an der Ostküste und schwimme das ganze Jahr: Einen wirklich kalten Tag habe ich hier noch nicht erlebt.

ZeitraumWassertemperatur
Januar / Februar28 °C
März – Mai29 °C (Höchstwert im März: 29,3 °C)
Juni – Oktober25–26 °C
November – Dezember27–28 °C

Der kühlste Monat ist August mit durchschnittlich 25,6 °C — angenehm, aber für europäische Verhältnisse immer noch sehr warm. Die Lufttemperatur liegt in der Hauptsaison (Juni–Oktober) bei 25–28 °C. Die Tauchsicht ist dabei besonders gut: Im Indischen Ozean rund um Sansibar sind Sichtweiten von über 30 Metern keine Seltenheit.

Praktischer Tipp für Schwimmer: Das Wasser zwischen März und Mai ist am wärmsten — ideal für Schnorchler und alle, die empfindlich auf Kälte reagieren. Wer im August kommt, legt beim Schnorcheln besser einen dünnen Neoprenanzug an, besonders für längere Ausflüge.


Seetang-Saison und was das bedeutet

Seetang ist an Sansibars Stränden kein Randthema — er kann das Badeerlebnis erheblich beeinflussen, wenn man den falschen Monat erwischt. Ich beobachte das jedes Jahr: Sobald der Kaskazi-Wind aus Nordosten weht (Dezember bis März), treibt er Seetang an die Ostküste. Der Höhepunkt liegt im April, wenn gleichzeitig die stärksten Regenfälle und der raueste Seegang zusammenkommen.

Natürlicher Strandtang (Treibseetang)

  • Hauptsaison: Dezember bis März (Kaskazi-Wind)
  • Schlimmster Monat: April — Tang, Regen und Wellengang zusammen
  • Am stärksten betroffen: Paje, Jambiani, Matemwe (Osten); Hotels räumen den Tang nicht immer täglich
  • Am wenigsten betroffen: Kendwa und Nungwi (Norden) — breitere Strände, deutlich weniger Anspülung

Die Seetang-Farmen — ein anderes Phänomen

Davon völlig zu trennen sind die Seetang-Farmen, die vor allem rund um Jambiani in flachen Lagunen betrieben werden. In 83 Küstendörfern an der Ostküste bauen Frauen — die sogenannten Mwani Mamas — Seetang kommerziell an. Jambiani ist das Hauptzentrum. Diese Farmen sind bei Niedrigwasser sichtbar: kleine Parzellen mit Schnüren im Riff, 400–600 Meter vom Strand entfernt in weniger als 2 Metern Wassertiefe. Wer sie besuchen möchte, muss die Gezeiten einplanen — Führungen sind nur bei Ebbe möglich.

Das Seaweed Center in Jambiani bietet geführte Touren für rund 15 USD pro Person (ca. 1 Stunde) an — ein lohnender Einblick in die Meeresfrüchte-Wirtschaft Sansibars, die ich allen empfehle, die nicht nur am Strand liegen wollen.

Fazit: Wer weißen, tangfreien Strand will, fährt von Dezember bis April besser an den Norden. Wer Kultur und Natur kombinieren will, besucht die Jambiani-Farmen bei Ebbe.


Strömungen und Strandsicherheit

Sansibars Strände sind sicher — aber nicht ohne Tücken. Die wichtigste Regel: An der Ostküste gibt es ein enges Zeitfenster zum Schwimmen, da das Wasser bei Ebbe bis zu 1,5–2 km zurückweicht (gemessen an der Chwaka Bay). Das Schwimmfenster liegt 2–4 Stunden um die Hochwasserzeit. Meine Gäste in Michamvi bekommen das von mir als erstes erklärt.

5 Sicherheitsregeln für die Ostküste

  1. Gezeitenzeiten prüfen — Apps wie Tide Chart oder die Rezeption fragen; nie bei Niedrigwasser auf dem freigelegten Riffdach schwimmen.
  2. Seeigel-Zonen meiden — In Paje und Uroa gibt es Seeigel auf dem Riffdach; Badeschuhe sind Pflicht für alle, die über das Riff waten.
  3. Rip Currents erkennen — dunkles, ruhigeres Wasser zwischen Brandung, Schaumstreifen der seewärts treibt. Nicht dagegen anschwimmen — parallel zur Küste schwimmen, bis man aus dem Streifen heraus ist. Ein Rip Current zieht nicht in die Tiefe.
  4. Nachtschwimmen vermeiden — schlechte Sicht, erhöhte Aktivität von Meereslebewesen.
  5. Quallen-Monate beachten — kein offizieller Kalender, aber März–Mai und teils November sind risikoreicher.

Familien mit Kindern: Nungwi und Kendwa an der Nordküste sind die sicherste Wahl. Dort ändert sich der Wasserstand kaum — Schwimmen ist bei jeder Tide möglich, keine freigelegten Riffdächer, kaum Seeigel-Zonen.


Strand-Zugang und praktische Details

Die meisten Strände Sansibars sind ohne Allrad erreichbar — die Hauptstraßen nach Paje, Nungwi und Kendwa sind geteert. Nur wenige Abschnitte abseits verlangen langsame Fahrt auf Schotterpisten.

Anfahrt ab Flughafen (ZNZ)

ZielPreis (ca.)Fahrzeit
ZNZ → Stone Townca. 10–15 USD~20 min
ZNZ → Paje / Jambianica. 40 USD~1 h 15 min
ZNZ → Nungwi / Kendwaca. 40 USD~1 h 15–30 min
Stone Town → Paje (Dalla-Dalla)1–3 USD~1 h

Orientierungspunkte und Zugang

  • Paje: Direkt an der Teerstraße, gut beschildert; einfach per Dalla-Dalla oder Taxi erreichbar.
  • Michamvi Pingwe: Abzweigung von der Hauptstraße nach Osten; kein direkter Bus — Scooter (15–25 USD/Tag) oder Taxi sinnvoll.
  • Jambiani Seaweed Center: Als kultureller Zwischenstopp beim Strandbesuch kombinierbar — nur bei Ebbe sinnvoll, vorher Gezeiten prüfen; Eintritt ca. 15 USD.
  • Nungwi: Direkter Taxibus ab Stone Town; Mnarani-Schildkröten-Schutzstation mit ca. 50 Schildkröten, Eintritt 10 USD.
  • Kizimkazi (Delfin-Touren): Nur seriöse Anbieter buchen — kein Anfassen, kein Verfolgen; die Tiere müssen selbst ans Boot kommen.

Sansibar vs. Mauritius vs. Malediven: der ehrliche Vergleich

Viele DACH-Reisende fragen sich, ob Sansibar eine günstigere Alternative zu Mauritius oder Malediven ist.

Preis: Ja — Sansibar ist deutlich günstiger. Ein Boutique-Hotel auf der Ostküste kostet USD 120–250/Nacht; vergleichbare Qualität auf den Malediven kostet USD 400–800.

Strandqualität: Ähnlich. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand — das hat Sansibar auf der Ostküste gleichwertig.

Was Malediven besser machen: Unterwasserwelt im Schnorcheln (mehr Korallen, mehr Fische, kläreres Wasser), keine Gezeitenlogik die Baden einschränkt, mehr Overwater-Bungalow-Optionen.

Was Sansibar besser macht: Kultur, Geschichte, Stone Town, Safari-Kombi, lokale Küche, Kite-Infrastruktur — und deutlich günstiger. Malediven sind ein reines Strandresort-Produkt; Sansibar ist eine Insel mit echtem Leben drumherum.

Fazit: Wer reines Strand-Relaxen und maximales Unterwassererlebnis will: Malediven. Wer Strand + Kultur + Aktivitäten + Kosteneffizienz kombinieren will: Sansibar.

Den vollständigen Entscheidungsvergleich mit Preisen, Reisezeiten und Unterwasserwelt-Ranking gibt es hier: Sansibar oder Malediven — die ehrliche Entscheidungshilfe.

Für einen vollständigen Inselvergleich aller Gebiete — Nordküste vs. Ostküste vs. Stone Town mit Preisstufen — siehe den Sansibar Unterkunft-Guide.

Wenn du noch zwischen Nordküste und Ostküste schwankst, hilft der direkte Vergleich weiter: Sansibar Nordküste vs. Ostküste — die Entscheidungshilfe.

Im Oktober oder November reisen? Der Sansibar Regenzeit-Guide erklärt was die kurzen Regen für Strandurlaub bedeuten.

Mehr zum Thema: Sansibar Einreise (Visum + ZIC) · Beste Reisezeit · Stone Town — was man gesehen haben muss · Sansibar Überblick · East Coast Hub

Frequently asked questions


Welcher Sansibar Strand ist der schönste?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Die Ostküste bei Paje, Jambiani und Michamvi hat das türkisfarbene Korallenwasser und die berühmten Sandbänke — aber bei Ebbe läuft die Lagune trocken. Die Nordküste (Nungwi, Kendwa) bleibt zu allen Zeiten schwimmbar, ist aber voller und touristischer. Für das typische 'Postkartensansibar'-Foto: Ostküste bei Hochwasser.

Ist der Strand auf Sansibar bei Ebbe nutzbar?

Auf der Ostküste läuft die Lagune bei Ebbe stark aus — die Lagune kann sich 500 m bis 1 km zurückziehen. Schwimmen ist dann nur in Strömungskanälen möglich. Das Zeitfenster zum Schwimmen liegt ca. 2–3 Stunden um Hochwasser. Auf der Nordküste (Nungwi, Kendwa) ist dieses Problem kaum vorhanden — dort ist der Strand zu allen Gezeitenständen schwimmbar.

Welcher Strand ist am ruhigsten?

Jambiani ist das ruhigste der größeren Ostküstendörfer — Boutique-Hotels, gute Restaurants, kaum Partystimmung. Michamvi Pingwe (südliche Halbinsel) ist noch abgelegener. Auf der Nordküste ist Kendwa etwas ruhiger als Nungwi, aber beide sind lebhafter als die Ostküste.

Wie weit ist der Strand vom Flughafen Sansibar (ZNZ)?

ZNZ liegt ca. 6 km südlich von Stone Town. Zur Ostküste (Paje/Jambiani/Michamvi): ca. 1 h 15 min – 1 h 30 min mit dem Auto. Zur Nordküste (Nungwi/Kendwa): ca. 60–75 min. Stone Town selbst: nur 15–20 min.

Wo kite-surfe ich auf Sansibar?

Paje auf der Ostküste ist Sansibars Kite-Hauptquartier — mehrere Kite-Schulen, Water-Sports-Anbieter, die beste Infrastruktur. Hauptsaison: Juni–September (Kusi-Wind). Nebensaison: Januar–Februar. Jambiani (direkt südlich) hat ebenfalls guten Wind, aber weniger Kite-Schulen.

Wie warm ist das Wasser auf Sansibar?

Das Wasser ist ganzjährig angenehm warm: zwischen 25 °C und 29 °C je nach Monat. Am wärmsten ist es von März bis Mai (bis 29,3 °C im März), am kühlsten im August mit ca. 25,6 °C. Für europäische Verhältnisse ist auch der kühlste Monat noch sehr komfortabel zum Schwimmen und Schnorcheln.

Wann ist die Seetang-Saison auf Sansibar?

Seetang treibt hauptsächlich während des Kaskazi-Windes (Dezember bis März) an die Ostküste Sansibars. Der schlimmste Monat ist April — dann kommen Seetang, stärkste Regenfälle und rauer Seegang zusammen. Wer sicher tangarmen Strand will, fährt besser in den Norden (Kendwa, Nungwi) oder reist im Zeitraum Juni bis Oktober.

Sind Sansibars Strände für Familien mit Kindern geeignet?

Ja — aber mit unterschiedlichen Einschränkungen je nach Küste. Die Nordküste (Nungwi, Kendwa) ist für Familien mit kleinen Kindern am geeignetsten: Schwimmen ist zu jeder Gezeitenzeit möglich, kaum Seeigel-Zonen, flaches Wasser. An der Ostküste muss man Baden nach den Gezeiten planen (Zeitfenster ca. 2–4 Stunden um Hochwasser). Seeigel auf dem Riffdach erfordern Badeschuhe.

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