Fakten & Preise geprüft: 2026-06-23

Ich spreche oft mit Gästen, die zum ersten Mal auf Safari gehen — und die größten Nervositäts-Faktoren sind meist die gleichen: Impfungen, Gepäck für Buschflüge, und ob sie gut genug versichert sind. Dieser Guide beantwortet genau diese Fragen. Was der eigentliche Tagesablauf und die Tierbeobachtung dann bedeuten, beschreibt der Guide zur ersten Tansania-Safari.


Zeitplan: Was wann vorbereiten

Zeitpunkt vor AbflugWas tun
6–8 WochenTropenarzt-Termin: Malaria-Prophylaxe, Impfungen besprechen
4–6 WochenReiseversicherung abschließen (inkl. Medevac); AMREF Flying Doctors buchen
3–4 WocheneVisa beantragen (visasupport.go.tz)
2 WochenUSD-Bargeld besorgen; Gepäcklimit mit Operator bestätigen
1 WocheKopien aller Dokumente (digital + physisch); Flugtickets + Buchungsbestätigungen
AbflugMalaria-Tabletten haben; Erste-Hilfe-Kit eingepackt

1. Gesundheit & Impfungen

Malaria-Prophylaxe (Pflicht unter 1.800 m)

Malaria ist in ganz Tansania unter 1.800 m Höhe präsent — das umfasst: Serengeti, Ngorongoro Crater, Zanzibar, Tarangire, Arusha, Küste, Saadani. Ngorongoro Hochland (Kraterrand, ~2.200 m) hat geringeres Risiko, aber viele Reisende besuchen beides.

Drei zugelassene Optionen (Konsultation beim Tropenarzt/Reisemedizin-Zentrum nötig):

  • Atovaquon/Proguanil (Malarone): Tageseinnahme, Start 1–2 Tage vor Anreise, bis 7 Tage nach Rückkehr. Gut verträglich. Teurer.
  • Doxycyclin: Tageseinnahme, Start 1–2 Tage vor Anreise, bis 4 Wochen nach Rückkehr. Photosensibilisierung möglich (Sonnenschutz wichtig).
  • Mefloquin (Lariam): Wocheneinnahme, Start 2–3 Wochen vor Anreise. Seltener verschrieben (Nebenwirkungen bei manchen Personen).

Kein Prophylaxe-Mittel ist zu 100% wirksam — kombiniere immer: Tabletten + Mückenschutz (DEET-Spray) + Mückennetze.

Gelbfieber-Impfung

Für DACH-Direktflüge nach Tansania: NICHT erforderlich — Deutschland, Österreich und die Schweiz sind keine Gelbfieber-Risikoländer. Erforderlich wird die Impfung nur bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet oder nach Transitaufenthalt >12 Stunden in einem solchen Land.

Weitere Impfungen (empfohlen, kein Pflichtprogramm)

Hepatitis A + B, Typhus, Tetanus-Auffrischung — mit Tropenarzt besprechen. Tollwut nur bei verlängertem Aufenthalt mit Wildtier-Kontakt relevant.

Erste-Hilfe-Kit

Mitzunehmen: Antibakterielles Wunddesinfektionsmittel, Pflaster, Hydrocortison-Creme (Insektenstiche), Durchfallmittel, Antihistaminika, Fieberthermometer, Pinzette (Dornen, Zecken), Insektenschutzspray DEET 50%.


2. Gepäck für Buschflüge

Buschflüge (light aircraft: Cessna Caravan, Beechcraft etc.) sind die effizienteste Art, zwischen Parks zu wechseln — aber mit strikten Limits:

Standard-Limit: ~15 kg pro Person inklusive Handgepäck
Format: Weiche Tasche/Duffel-Bag (KEIN Hartschalenkoffer, kein Trolley)
Einzelne Ausnahmen: Coastal Aviation XL-Seat erlaubt 30 kg — beim Operator bestätigen

Was wirklich nötig ist für 7–10 Tage Safari:

  • 4–5 Safari-Outfits (neutral, schichten-kompatibel)
  • 1 Fleece oder leichte Jacke (Morgenpirsch)
  • 1 Regenjacke (Regenzeit)
  • Sonnencreme, Insektenschutz, Kopfbedeckung
  • Fernglas + Kamera
  • Medikamente
  • Ladekabel + Universaladapter (Tansania: UK-Stecker Typ G)

Realistisch: Ein 35-Liter-Duffel reicht für 10 Tage vollkommen.


3. Kleidung: Die Farbregel

Khaki, Grün, Braun, Hellbeige — und das nicht nur als Optik-Empfehlung.

Tsetse-Fliegen sind in Teilen der Serengeti, Tarangire und anderen Parks präsent. Sie erkennen Beute optisch — Schwarz und Dunkelblau sind die aktivsten Attraktorfarben (dasselbe Muster wie Zebra-Streifen, die Tsetse-Fliegen anziehen). Khaki und Neutraltöne reduzieren Bisse messbar.

Praktische Kleidungs-Liste:

  • Langarmhemd × 2–3 (Baumwolle oder Merino, luftig)
  • Konvertierbare Hose × 2 (Zip-Off für Mittagswärme)
  • Fleece × 1 (Morgenpirsch bis 07:00 Uhr kann kalt sein, Ngorongoro bis 5°C)
  • Leichte wasserdichte Jacke × 1
  • Wandersocken × 4–5
  • Sportliche Wanderschuhe oder feste Trekkingsandalen
  • Breite Krempe / Savannah-Hut (Sonnenschutz entscheidend)

4. Versicherung

Reisekrankenversicherung mit Medevac

In der Serengeti ist das nächste adäquate Krankenhaus in Arusha (~3 Stunden Fahrt oder 45 Minuten Medevac-Flug). In Abgelegenheit (Katavi, Ruaha, Mahale) noch weiter.

Empfehlung: Mindestens USD 250.000 Medevac-Deckung — dieser Betrag wird von Reisemedizin-Experten als Untergrenze für Ostafrika angegeben.

Standardmäßige DACH-Auslandskrankenversicherung (DKV, Allianz, etc.) deckt Repatriierung oft ab, aber nicht alle Medevac-Szenarien in entlegenen Parks. Prüfen.

AMREF Flying Doctors

Dedizierte Medevac-Versicherung für Ostafrika — der Standard für Langzeit-Reisende und Expa-Residenten.

OptionPreisDeckung
KurztripUSD 45/PersonBis 14 Tage, Tanzania + Zanzibar
MittellangUSD 60/PersonBis 2 Monate, Tanzania + Zanzibar

Buchung: amref.org. Policycard ausdrucken oder speichern — Nummer im Notfall.

Zanzibar ZIC-Versicherung

Wenn die Reise Zanzibar enthält: USD 44/Erwachsener, Pflichtversicherung (seit Oktober 2024). Deckt medizinische Evakuierung von Zanzibar ab. Ersetzt NICHT die eigene Reiseversicherung für Tansania-Festland.


5. Dokumente & Geld

Reisepass: Mindestens 6 Monate gültig über das Rückreisedatum hinaus.

eVisa (vorab buchen):

  • DE/AT/CH: visasupport.go.tz — USD 50 Single Entry
  • USA: visaimmigration.go.tz — USD 100 Multiple Entry 12 Monate
  • Bearbeitungszeit: 3–7 Werktage. Frühzeitig beantragen.

USD-Bargeld:

  • Kleine Scheine mitbringen: USD 5, 10, 20 (Trinkgelder, lokale Zahlungen, Parkgebühren ggf.)
  • Große Scheine (USD 100) können in abgelegenen Gegenden Wechselkurs-Probleme verursachen
  • ATMs: verlässlich in Arusha und Dar es Salaam, NICHT in Nationalpark-Eingängen oder kleinen Dörfern
  • Kreditkarte (VISA/Mastercard) für Lodges

Kopien: Alle Dokumente digital (Cloud-Speicher) + Papierkopien getrennt vom Original.

Notfallnummern aufschreiben: AMREF Flying Doctors, Botschaft DE (+255 22 211 5555), eigene Reiseversicherung.


6. Optik: Fernglas vs. Kamera

Fernglas ist Priorität #1: Für das Safari-Erlebnis — einen Geparden auf 400 m zu beobachten, Vogelvarianten zu unterscheiden — ist ein Fernglas wichtiger als eine Kamera. Empfehlung: 8×42 oder 10×42 (Zeiss, Nikon Monarch, Swarovski für Gehobenes; Celestron als Budget-Option).

Kamera: Für akzeptable Tierfotos braucht man ab 300mm Brennweite (Vollformat) oder ab 200mm mit APS-C (entspricht 300mm). Kompaktkameras mit optischem Zoom sind für Distanzfotos begrenzt. Smartphones funktionieren gut für nahe Tiere, Landschaften, Portraits.

Drohnen: VERBOTEN in tansanischen Nationalparks ohne Sondergenehmigung der TANAPA/NCAA. Nicht mitbringen oder vorab Genehmigung einholen.


Für die Kombireise mit Sansibar

Wenn die Reise auf Zanzibar endet: Koffer/Trolley ist für Sansibar vollkommen akzeptabel — es gibt keine Buschflug-Gewichtslimits für Linienflüge (Condor, Ethiopian, Kenya Airways). Gepäck-Strategie: großer Koffer (bleibt in Nairobi/Dar/Arusha im Hotel), kleines Duffel für die Safari. Zusammenführen nach der Safari.


Im Camp: Was dich erwartet

Viele Erstbesucher sind überrascht vom Safari-Camp-Alltag — vor allem dem Timing.

Ablauf eines typischen Tages:

  • 05:30 Uhr: Weckruf (oft Klopfen an der Zelttür oder Zelt-Gong)
  • 06:00 Uhr: Früher Morgentee/-kaffee + kleines Gebäck vor der Pirsch
  • 06:30–10:00 Uhr: Morgenpirsch (prime time für Raubkatzen-Aktivität)
  • 10:00–11:00 Uhr: Frühstück im Camp (erst jetzt das Hauptfrühstück)
  • 12:00–16:00 Uhr: Mittagsruhe — viele Tiere ruhen, Guides schlafen
  • 16:00–18:30 Uhr: Nachmittagspirsch (Sundown)
  • 19:00 Uhr: Abendessen, meistens gemeinsam am Lagerfeuer

Was viele überrascht:

  • Es gibt fast kein Internet in Busch-Camps — das ist die Absicht
  • Stromanschlüsse für Kameras/Telefone sind oft eingeschränkt (Solar-Anlage) — Powerbank mitbringen
  • Wildtiere besuchen manchmal das Camp nachts. Anleitung des Guides: nicht allein zwischen Zelten nachts laufen, immer mit Taschenlampe und auf Ruf eines Mitarbeiters warten

Trinkgeld-Kultur auf Safari

Trinkgelder sind in Tansania ein wesentlicher Teil des Einkommens für Safari-Guides und Camp-Personal.

Richtwerte (pro Person, pro Tag):

  • Safari-Guide: USD 15–20/Person/Tag (der/die wichtigste Person auf deiner Safari)
  • Fahrer (wenn nicht identisch mit Guide): USD 5–10/Person/Tag
  • Camp-Kochteam/Stewards: USD 5–10 Gesamtgruppe/Tag
  • Camp-Manager: Kein separates Trinkgeld nötig, aber ein persönlicher Dank ist willkommen

Wann und wie: Am letzten Tag bar in USD (kleine Scheine) in einem Umschlag geben. Manche Camps haben eine Gemeinschaftskasse (tip box) — fragen, ob individuell oder gemeinschaftlich bevorzugt wird.

Für 5 Safari-Tage für 2 Personen: Ca. USD 200–300 Gesamttrinkgelder einplanen.


Was du NICHT mitnehmen solltest

Einige Dinge, die entweder verboten sind oder auf Safari schlicht schaden:

  • Plastikbeutel: In Tansania (und Kenia) seit 2019 verboten. Zoll kann konfiszieren. Wiederverwendbare Beutel stattdessen.
  • Dunkelblue und schwarze Kleidung: Tsetse-Fly Attraktor (s. oben Farbregel)
  • Zu viel weiße Kleidung: Zeigt Staub sofort, sieht nach einem Tag schlecht aus
  • Hoch-parfümiertes Deodorant/Parfüm: Kann Insekten anziehen, im Camp störend
  • Drohnen: Ohne TANAPA/NCAA Sondergenehmigung verboten — werden am Zoll konfisziert
  • Wertvolle Schmuckstücke: Verloren/bestohlen/beschädigt ist kein seltenes Ergebnis. Im Hotel in Arusha lassen.
  • Zu große Kameraausrüstung ohne Stativ-Lösung: Im offenen Geländewagen braucht man einen Bohnensack (Bean Bag) für die Kamera-Stabilisierung — besser als jedes Stativ. Günstig in Arusha verfügbar.

Was man vorab bucht — und was man vor Ort lässt

Ein häufiger Fehler: Alles vorab buchen (auch kleine Ausflüge und Aktivitäten) und dann feststellen, dass man gar keine Zeit für Spontanes hat. Oder das Gegenteil: zu wenig gebucht, und die besten Lodges sind ausgebucht.

Vorab buchen (zwingend):

  • Safari-Operator und Lodges: 4–6 Monate Vorlauf (Hochsaison: 6–12 Monate)
  • Buschflüge zwischen Parks: zusammen mit dem Safari-Paket buchen
  • ZNZ-Verbindungsflug (Arusha → Sansibar): vorab, besonders wenn mehrere Flüge täglich ausgebucht sind
  • Sansibar-Hotel auf der Ostküste: 2–3 Monate Vorlauf für bessere Boutique-Hotels in der Hochsaison
  • eVisa (spätestens 2 Wochen vor Abreise)
  • ZIC-Versicherung (vorab, nicht am Flughafen)

Vor Ort buchbar (kein Vorab nötig):

  • Serengeti-Ballonfahrt (USD 599/Person; wird über Lodge oder Direktkontakt arrangiert — für Juli/August aber 100 Tage im Voraus buchen)
  • Kizimkazi-Delfinbootstour (Sansibar, lokal über Hotel oder am Strand)
  • Chumbe Island Tagesausflug: 2–3 Tage Vorlauf genügt (außer Hochsaison)
  • Jozani-Eintritt (kein Vorabreservierung nötig)
  • Spice Farm Tour (über Hotel-Concierge oder lokale Anbieter)

Was man in Arusha kauft statt einzupacken:

  • Insektenschutz-Spray (in lokalen Apotheken günstig verfügbar)
  • Sonnencreme (vorhanden, wenn auch nicht in Spezialmarken)
  • Bean Bag für Kamera (in Arusha Souvenirläden oder Outdoor-Shops)

Strom und Konnektivität im Camp

Das sind Details, die nicht in Reisebüro-Broschüren stehen:

Stromversorgung in Camps: Die meisten Tented Camps haben Solar-Anlage. Das bedeutet: Laden von Geräten oft nur in bestimmten Zeitfenstern möglich (09:00–17:00 Uhr im Camp, wenn das Fahrzeug nicht braucht). In Luxus-Camps: Strom rund um die Uhr. In Budget-Camps: manchmal gar kein Strom.

Empfehlung: Powerbank mit 20.000 mAh mitnehmen. Lädt Telefon 4–5 Mal, Kamera-Akkus (mit Adapter) ebenfalls. Aufladen der Powerbank im Camp-Zeitfenster morgens.

Konnektivität: 4G in Arusha gut. Im Tarangire: gelegentlich. Im Serengeti: kaum bis gar nicht. Im Ngorongoro: am Kraterende (Lodges) gelegentliches Signal. Die meisten Busch-Camps bieten abends Starlink oder keine Verbindung. Das ist bewusst — kein WLAN im Camp ist kein Fehler, es ist das Produkt.

Was man offline haben sollte:

  • Offline Google Maps der Arusha-Region und JRO-Flughafen (für Rückreise-Navigation)
  • Offline Reiseführer oder diese Guides als PDFs
  • Fotos der Buchungsbestätigungen (offline gespeichert, nicht nur in E-Mail-App die kein Netz hat)

Roaming: Europäisches Roaming funktioniert in Tansania für SMS und Sprache, aber Datenpakete sind teuer. Lokale Vodacom-SIM in Arusha: SIM ~USD 2, 2 GB Daten ~USD 3. Sinnvoll für Arusha und Dar-Tage, nutzlos im Park.


Die Safari-Erfahrung: Was wirklich zählt

Alle Listen und Checklisten helfen beim Packen und Buchen. Was eine Safari unvergesslich macht, lässt sich schwerer beschreiben.

Es ist das erste Mal, dass ein Löwe so nah ist, dass man den Atem sieht. Der Moment kurz vor Sonnenaufgang, wenn das Camp noch still ist und irgendwo in der Ferne eine Hyäne ruft. Oder der Tag, an dem kein Gepard zu sehen ist — und trotzdem einer der schönsten wird, weil die Akaziensavanne im goldenen Spätnachmittagslicht liegt.

Was man nach der Rückkehr tun sollte:

  • Impfdokumentation sicher aufbewahren (Gelbfieber-Impfpass, Malaria-Protokoll)
  • Bei Fieber innerhalb von 3 Wochen nach Rückkehr sofort Arzt aufsuchen und Tansania-Aufenthalt erwähnen — Malaria-Diagnose dauert 20 Minuten und wird in DACH oft nicht spontan in Betracht gezogen
  • Fotos zeitnah sichern (Cloud-Backup sofort nach Reise)
  • Feedback an den Operator geben — seriöse Anbieter fragen aktiv nach und nutzen Rückmeldungen, nicht nur für Bewertungsportale sondern für die nächste Route

Tipp für danach: Wer eine Safari gemacht hat und danach Fotos anderer Reisender sieht, bemerkt sofort: die Entfernung macht den Unterschied. Eigene Fotos von nah sehen immer anders aus. Das ist kein Glück, das ist ein gutes Fahrzeug und ein Guide, der weiß, wann er wartet. Diesen Unterschied merkt man erst, wenn man ihn erlebt hat.

Kurz zusammengefasst: Die Liste der Dinge, die man für eine Tansania-Safari vorbereiten muss, ist lang. Aber die wichtigste Vorbereitung ist die Erwartungshaltung: kein Zoo, kein Garantieprogramm, kein Zeitplan. Wer mit dem richtigen Gepäck ankommt — Weichtasche unter 15 kg für Buschflüge, Khaki-Kleidung ohne schwarz oder marineblau, Fernglas als Priorität vor Kamera-Telezooms — und wessen Impfschutz und Malaria-Prophylaxe klar geregelt sind, kann sich im Camp auf das Wesentliche konzentrieren: früh schlafen, früh aufstehen, und den Guide arbeiten lassen. Wer AMREF Flying Doctors für USD 45 als Medevac-Schutz abgeschlossen hat, ist dabei besser abgesichert als mit den meisten europäischen Reisekrankenversicherungen, die Ost-Afrika-Evakuierungen nur mit Einschränkungen abdecken. Wer das versteht, wird nicht enttäuscht — wer das verinnerlicht, erlebt meistens mehr als erwartet. Das Tier, das am stärksten beeindruckt, ist oft nicht das Tier, das man vorher gesucht hat. Gut vorbereitet anzukommen bedeutet, wirklich im Moment ankommen zu können — ohne sich in der Serengeti über vergessene Tabletten oder zu enges Gepäck zu ärgern.

Wer den Kilimandscharo mit einer Safari kombinieren möchte, findet im Kilimandscharo-Routen-Guide den detaillierten Routenvergleich, Camp-Abfolgen und Höhenanpassungs-Hinweise.

Vor der Buchung: Der Tansania Reiseversicherungsguide erklärt die Deckungslücken die Safari-Reisende überraschen — AMREF Flying Doctors, Höhenklauseln für den Kilimandscharo und warum Tauchen eine separate Police braucht.

Für das Luxus-Ende des Tansania-Safari-Markts — Privatkonzessionen, Nachtpirsch, Camp-Größenunterschiede und was USD 500–1.500+/Nacht wirklich bietet — lies den Tansania Luxus-Safari-Guide.

Eine Tansania-Safari mit begrenztem Budget planen? Der Tansania Budget-Safari-Guide erklärt ehrliche Kosten, welche Parks das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und was man nicht kompromittieren sollte.

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Frequently asked questions


Welche Impfungen brauche ich für eine Tansania-Safari?

Gelbfieber-Impfung: NUR erforderlich wenn man aus einem Gelbfieber-Risikoland einreist oder dort >12 Stunden Zwischenstopp hatte. Für DACH-Direktflüge (Frankfurt/Wien/München) NICHT erforderlich. Malaria-Prophylaxe: ja, dringend empfohlen für alle Reisen unter 1.800 m (Serengeti, Ngorongoro Crater, Zanzibar). Ngorongoro Hochland: geringeres Risiko, aber Prophylaxe trotzdem sinnvoll. Empfohlene Prophylaxe-Optionen: Atovaquon/Proguanil (Malarone), Doxycyclin, Mefloquin — Beratung beim Tropenarzt oder Reisemedizin-Zentrum 4–6 Wochen vor Abflug. Standard-Auffrischungen sinnvoll (Tetanus, Hepatitis A+B, Typhus) — kein Pflichtprogramm.

Was darf ins Gepäck für den Buschflug?

Buschflüge (Cessna Caravan, Pilatus Porter, Beechcraft etc.) haben strikte Gewichtslimits: in der Regel ~15 kg pro Person inklusive Handgepäck in einer weichen Tasche (kein Hartschalenkoffer). Einzelne Anbieter erlauben mehr (XL-Seat bei Coastal Aviation: 30 kg). Immer beim Operator bestätigen. Wichtig: Weichtasche, nicht Koffer — Gepäck wird in engen Gepäckfächern oder im Bauch der Maschine verstaut. Wäre ich neu im Safari-Gepäck: ein mittelgroßes Duffel-Bag reicht für 10 Tage Safari vollkommen.

Welche Kleidung brauche ich auf Safari?

Farbregel: Khaki, Grün, Braun, Hellbeige. Nicht Schwarz, Blau, Navy — diese Farben ziehen die Tsetse-Fliege an (bestätigt in Studien; Tsetse erkennt Beute optisch). Schichten: Safari-Morgen können kalt sein (frühe Pirschfahrten 05:30–06:00 Uhr, Ngorongoro-Crater bis 5°C), Mittag warm bis heiß. Langärmliges Hemd (Sonnenschutz + Mücken), konvertierbare Hose (Zip-Off). Sandalen nur fürs Camp, nie auf Pirschfahrt. Mütze mit breiter Krempe pflichtmäßig.

Welche Versicherung brauche ich für Tansania?

Krankenversicherung mit Medevac (medizinische Evakuierung): mindestens USD 250.000 Deckung empfohlen. In der Serengeti / Abgelegenheit von Tansania ist die nächste adäquate Klinik ein Medevac-Flug entfernt. AMREF Flying Doctors: dedizierte Medevac-Versicherung für Ostafrika. USD 45/Person bis 14 Tage (Tanzania + Zanzibar). USD 60/Person bis 2 Monate. Zanzibar-ZIC-Versicherung: Pflichtversicherung (USD 44/Erwachsener) — deckt medizinische Evakuierung von Zanzibar ab, ersetzt aber KEINE eigene Reiseversicherung für die Safari.

Was brauche ich für eine Safari an Optik und Kamera?

Fernglas ist wichtiger als Kamera: Für das Safari-Erlebnis — ein Tier auf 500 m zu beobachten — ist ein gutes Fernglas (8×42 oder 10×42) wichtiger als jede Kamera. Kamera-Empfehlung: für gute Tierfotos braucht man ein Zoomobjektiv ab 300mm (mit APS-C Sensor entspricht 450mm). Smartphone-Fotos funktionieren nahe Tieren gut. Batterien und Speicherkarte mitbringen — keine Garantie für Lademöglichkeiten in Buschcamps. Drohnen: in Tanzania-Nationalparks VERBOTEN ohne Sondergenehmigung.

Was muss ich an Dokumenten und Geld vorbereiten?

Dokumente: Reisepass (min. 6 Monate gültig über Rückreise), eVisa (visasupport.go.tz, USD 50 DE/AT/CH — oder auf visaimmigration.go.tz für USA-Bürger USD 100 Multiple Entry 12 Monate), Kopien digital + physisch, Flugtickets + Hotelbuchungen. Geld: USD-Bargeld in kleinen Scheinen (USD 5, 10, 20 — große Scheine >USD 100 ggf. Wechselkurs-Probleme in abgelegenen Gegenden). Geldautomaten in Arusha und Dar es Salaam verlässlich, nicht in Wildpark-Eingang. Kreditkarte für Lodge-Abrechnung (VISA/MC akzeptiert).

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