Fakten & Preise geprüft: 2026-06-24
Ich erlebe es regelmäßig: Gäste kommen in Arusha an, haben nur eine Kreditkarte und zwei alte USD-Scheine aus dem Jahr 2006 dabei — und verbringen dann den ersten Vormittag damit, einen funktionierenden Automaten zu suchen. Das lässt sich mit etwas Vorbereitung vollständig vermeiden.
Offizielle Währung und die USD-Parallelrealität
Offizielle Währung ist der Tansanische Schilling (TZS). Im Alltag — lokale Restaurants, Dalla-Dalla-Minibusse, Märkte, Kleinhändler — bezahlst du in TZS. Alles, was sich an Touristen richtet, funktionierte lange parallel in US-Dollar.
Neue Regelung ab März 2025: Die Bank of Tanzania Foreign Currency Regulations 2025 (wirksam ab 28. März 2025) verpflichten Händler, Preise in TZS anzuzeigen und Transaktionen in TZS abzuwickeln. ATMs geben nur noch TZS aus. In der Praxis akzeptieren Safari-Lodges, Forex-Büros und große Tourismusanbieter USD weiterhin zur Konvertierung — aber die Rechnung wird in TZS ausgestellt. Wer als Reisender USD mitbringt, muss ihn bei Forex-Büros oder Banken in TZS wechseln, bevor er zahlt.
Trinkgeld für Safari-Guides und Camp-Personal bleibt jedoch eine Ausnahme: USD gilt hier als kulturell eingeführte Norm und wird weiterhin in bar und in USD übergeben.
Der aktuelle Wechselkurs liegt bei ca. 2.500–2.600 TZS pro USD (tagesaktuell prüfen). Das bedeutet: ein USD 20-Schein entspricht etwa TZS 50.000 — eine praktische Größe für Trinkgelder und kleinere Ausgaben.
Die wichtigste Regel, die die meisten unterschätzen: Deine USD-Scheine müssen aus dem Jahr 2013 oder später stammen, unbeschädigt und nicht gefaltet oder eingerissen sein. Banken und Wechselstuben in ganz Ostafrika lehnen ältere oder beschädigte Scheine pauschal ab. Bitte deine Hausbank explizit um neue Scheine — und überprüfe jeden Schein vor der Abreise.
Bargeld vs. Kreditkarte: die ehrliche Aufschlüsselung
Kreditkarte (Visa oder Mastercard) wird in größeren Safari-Lodges und Stadthotels für die Zimmerrechnung akzeptiert — die Bank of Tanzania hat Kartenaufschläge durch Händler 2024 offiziell verboten. In der Praxis verlangen manche Safari-Camps trotzdem 3–5% extra; das ist zwar nicht mehr erlaubt, aber kaum durchsetzbar im Busch. Bei der Buchung fragen: “Do you charge a card fee?” spart Überraschungen bei der Abreise.
Wo Kreditkarte funktioniert:
- Zimmerrechnung in Mid-Range- und Luxus-Lodges
- Etablierte Restaurants in Arusha, Dar es Salaam, Stone Town
- Größere Supermarktläden (Shoprite, Game in Dar)
- Tauchoperatoren und Reisebüros in touristischen Zentren
Wo ausschließlich Cash gilt:
- Trinkgeld für Guide, Fahrer, Camp-Personal (immer USD)
- Lokale Märkte, Obstverkäufer, Souvenirstände
- Dalla-Dalla (Minibus) und Bajaji (Tuk-Tuk)
- Kleinere Lodges und Guesthouses
- Snacks und Getränke an Tankstellen und Dörfern
- Parkgebühren falls nicht vorab durch den Operator bezahlt
Meine Praxisregel für eine 7-Nächte-Safari: Plane mindestens USD 250–350 in Bargeld zusätzlich zur Lodgerechnung ein. Das deckt: Trinkgelder für Guide und Fahrer (USD 20–25/Tag pro Person für den Hauptguide, USD 15–20 für den Fahrer), Trinkwasser, kleine Einkäufe, Märkte und unerwartete Ausgaben. Und bringe immer eine Backup-Kreditkarte mit — zwei Karten auf verschiedenen Konten ist das Minimum.
ATMs und Geldwechsel: wo und wie
ATMs in Tansania:
Die verlässlichsten Banken für ausländische Karten sind CRDB, NMB und Stanbic. In Arusha (Clock Tower-Viertel, Sokoine Road) und Dar es Salaam (CBD und Kariakoo) gibt es mehrere Automaten. Das Abhebungslimit pro Transaktion liegt typischerweise bei 400.000 bis 1.000.000 TZS (je nach Bank und Automat), mit einer Gebühr von etwa TZS 7.000–15.000 pro Abhebung (ca. USD 3–5). ATMs geben seit März 2025 ausschließlich TZS aus — kein USD an Automaten mehr.
Wo keine ATMs sind: In den Nationalparks selbst gibt es keine Automaten — nicht in der Serengeti, nicht in Ngorongoro, nicht in Tarangire. Die nächsten Automaten sind immer in der nächsten Stadt, meist Arusha oder Karatu. Das ist kein Mangel — das ist Natur. Wer das weiß, plant entsprechend.
Geldwechsel — die Rangfolge vom besten bis zum schlechtesten Kurs:
- Lizenzierte Forex-Büros in Arusha-Innenstadt (Clock Tower-Gegend) — bester Kurs, schnelle Transaktion, sofort
- Lizenzierte Forex-Büros in Dar es Salaam CBD — ähnlich gut wie Arusha
- Bank-ATM in einer Stadt — guter Kurs deiner Hausbank, aber Gebühr pro Abhebung
- Wechseldesk im Hotel — bequem, Kurs 5–10% schlechter als Forex-Büro
- Flughafen-Wechselstube — schlechtester Kurs; nur für den allerersten Tag nutzen
- Straßentausch — nie. Straßentauscher in Tansania arbeiten mit Kurzbetrug und Falschgeld
Ich empfehle: Wechsle am Flughafen nur einen kleinen Betrag für Transfer und erste 24 Stunden. Sobald du in Arusha oder Stone Town bist, gehe zu einem lizenzierten Forex-Büro für größere Beträge. Vergleiche zwei Büros nebeneinander — die Kurse können sich um 1–2% unterscheiden.
ATM-Verfügbarkeit nach Standort — konkrete Übersicht
Wo Automaten zuverlässig vorhanden sind und wo nicht — das ist die Frage, die fast niemand beantwortet. Hier der aktuelle Stand:
Arusha (zuverlässig): Arusha ist der wichtigste Ausgangspunkt für alle Nordkreis-Safaris und hat die beste ATM-Infrastruktur außerhalb von Dar. Im Clock Tower-Viertel und entlang der Sokoine Road findest du Automaten von CRDB, NMB, Stanbic und Standard Chartered in Laufweite voneinander. Abhebungslimits: 400.000–1.000.000 TZS pro Transaktion. Hochsaison-Tipp: Gehe morgens — abends können Automaten leer sein.
Dar es Salaam (zuverlässig, größeres Netz): Im CBD und im Kariakoo-Viertel gibt es viele Automaten. Wer über Julius Nyerere International Airport einreist, findet sowohl im Terminal als auch im CBD zuverlässige Optionen. Für Reisende, die direkt nach Dar und dann zur Küste oder nach Mikumi weiterfahren: Geld in Dar holen, bevor man die Stadt verlässt.
Stone Town, Sansibar (gut): Stone Town hat mehrere funktionierende ATMs (NBC, Stanbic) in der Nähe des Hafens und der Forodhani Gardens. Nungwi und Paje haben vereinzelte Automaten — aber oft Schlangen und Ausfälle. Ich empfehle, Bargeld für Sansibar immer in Stone Town zu besorgen, nicht im Resort.
Karatu (eingeschränkt): Karatu, die Stadt am Eingang zur Ngorongoro Conservation Area, hat ein bis zwei Automaten — aber die Zuverlässigkeit ist begrenzt. Plane nicht, hier das gesamte Safari-Cash zu holen. Besser: in Arusha vollständig versorgt abfahren.
In den Parks selbst (keine): Serengeti, Ngorongoro, Tarangire, Lake Manyara, Ruaha, Mikumi, Nyerere — keine einzige ATM. Das ist kein vorübergehender Zustand. Das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. Wer im Camp mit dem Guide abrechnen will: ausschließlich mit vorab in der Stadt geholtem Cash.
Mobile Money in Tansania: M-Pesa für Locals, nicht für Touristen
M-Pesa und Airtel Money sind die dominierenden Mobile-Money-Systeme in Tansania — fast alle einheimischen Händler, Taxifahrer und Kleinanbieter nutzen sie. Für lokale Bewohner und Langzeitaufenthalter ist Mobile Money die primäre Zahlungsmethode für alles unter USD 50.
Für Touristen aus DACH gilt: Das System ist für ausländische Karten nicht direkt nutzbar. Mobile Money in Tansania ist SIM-gebunden — du brauchst eine tansanische SIM-Karte und musst dein Konto mit einer lokalen Bankverbindung oder einem Cash-Agent registrieren. Das ist für eine 1–2-wöchige Reise nicht praktikabel.
Ein Ausweg für Langzeit-Reisende (ab 3–4 Wochen): Eine lokale Vodacom- oder Airtel-SIM kaufen (11.000 TZS inkl. erster Datenpakete), bei einem M-Pesa-Agenten registrieren, und danach kleine Beträge einzahlen. Eine Reddit-Quelle berichtete, dass sich nach ca. 3,5 Monaten in Tansania M-Pesa als einfachste Alltagslösung etabliert hatte — mit Sendwave oder WorldRemit zum Aufladen.
Für die Standard-Urlaubsreise gilt: Mobile Money ignorieren. Bargeld (TZS und USD) ist die einfachste und verlässlichste Lösung.
Wie viel Bargeld man wirklich mitbringen sollte
Das hängt von der Reiseart ab. Hier eine praktische Orientierung:
Für eine 7-Nächte-Nordkreis-Safari (Mittelklasse-Lodge):
- Trinkgeld Hauptguide (USD 20–25/Tag × 7): USD 140–175
- Trinkgeld Fahrer (USD 15–20/Tag × 7): USD 105–140
- Trinkgeld Camp-Personal (pooled, ca. USD 5–10/Tag × 7): USD 35–70
- Märkte, Souvenirs, Getränke extra: USD 50–100
- Gesamtbedarf Cash: USD 330–485 pro Person
Zusätzlich zur Lodge-Rechnung, die per Karte bezahlbar sein sollte.
Für Zanzibar-Strand ohne Safari:
- Budget-Reisende: USD 30–50/Tag in TZS reicht gut
- Mid-Range: Kreditkarte für Hotel + TZS 50.000–100.000/Tag für Alltag
- Upscale-Boutique: Karte für Unterkunft, USD 200 Cash für Trinkgelder und Extras genügt für eine Woche
Praktische Aufteilung für Safari-Reisende:
- 50er- und 20er-USD-Scheine (neu, post-2013): perfekt für Trinkgelder, werden überall akzeptiert
- Keine großen Bündel 100er-Scheine, wenn du im Busch bist — Wechselgeld ist oft ein Problem
- TZS in 2.000er- und 5.000er-Scheinen: für Märkte, Tuk-Tuk, lokale Restaurants
- Reserviert im Geldgürtel: eine Backup-Kreditkarte und USD 100 für echte Notfälle
Trinkgeld in Tansania: konkrete Beträge und Etikette
Tipping in Tansania ist kein optionales Extra — es ist Teil des Einkommens von Safari-Guides, Fahrern und Camp-Personal. Das Gehalt des Hilfspersonals ist gering; Trinkgeld macht einen wesentlichen Teil des Monatseinkommens aus.
Safari-Guide (Hauptguide): USD 10–20 pro Gast pro Tag ist der gängige Richtwert. Bei einer Privatsafari mit 2 Personen und 1 Fahrzeug: USD 25–40 pro Fahrzeug pro Tag ist der Standard. Am Ende der Safari übergibt man das Trinkgeld persönlich, in einem Umschlag, auf Augenhöhe — nicht über den Betreiber. Das signalisiert Anerkennung.
Fahrer (falls separat vom Guide): In vielen Safaris sind Guide und Fahrer dieselbe Person. Wenn separat: USD 10–15 pro Gast pro Tag ist angemessen.
Camp-Personal (pooled tip): Bei organisierten Camps gibt man üblicherweise einen Gesamtbetrag von USD 5–10 pro Gast pro Tag an der Rezeption ab, der intern verteilt wird. Manche Camps haben eine offizielle Tipping-Box. Das deckt Küchenpersonal, Housekeeping, Wächter und andere unsichtbare Dienstleister.
Trinkgeld immer in USD-Bargeld — das ist der Standard und wird erwartet. TZS-Trinkgeld ist technisch akzeptiert, aber USD bevorzugt, weil es wertstabiler ist.
Als ich meinen ersten Guide am Ende einer langen Serengeti-Woche verabschiedet habe, war die Geste, den Umschlag persönlich zu übergeben und “asante sana” (danke sehr) zu sagen, eines der Momente, die ich nicht vergessen werde. Die Freude war echt.
Die USD-Scheinregel: der häufigste Fehler
Das ist der Punkt, der in keiner Vorbereitung steht — und der am meisten Probleme verursacht:
USD-Scheine, die vor 2013 gedruckt wurden, werden in Tansania (und ganz Ostafrika) regelmäßig abgelehnt. Das gilt für Banken, Forex-Büros, die meisten Hotels und viele Händler. Die Begründung ist die Angst vor Fälschungen: ältere Scheine haben weniger Sicherheitsmerkmale. Dieses Abweisungsverhalten ist etabliert und wird sich nicht ändern.
Was akzeptiert wird: Scheine aus dem Jahr 2013 oder später, erkennbar am verbesserten Sicherheitsstreifen und am Wasserzeichen. Die Jahreszahl steht auf der Vorderseite rechts unten neben dem Portrait.
Was abgelehnt wird: Scheine mit kleinstem Einriss, Schreibspuren, Eselsohren oder starker Falte — auch wenn sie neueren Datums sind. Banken in Ostafrika nehmen das sehr ernst.
Meine Empfehlung: Gehe zwei Wochen vor der Reise zu deiner Hausbank und bitte explizit um neue, unbenutzte USD-Scheine (20er und 50er). Überprüfe jeden Schein selbst. Nimm keine Scheine mit, die aus dem Wechselgeld einer anderen Reise stammen.
Visa vs. Mastercard vs. Amex: Kartenakzeptanz in Tansania
Nicht alle Karten sind gleich — das ist in Tansania besonders spürbar.
Visa: Die am breitesten akzeptierte Karte in Tansania. Nahezu alle ATMs, die ausländische Karten akzeptieren, unterstützen Visa. In Lodges und Hotels ist Visa die sicherste Wahl.
Mastercard: Ebenfalls gut akzeptiert, besonders in städtischen Zentren (Arusha, Dar, Stone Town) und bei größeren Lodges. An manchen ATMs und in kleineren Camps kann die Akzeptanz schwächer sein.
American Express (Amex): Selten akzeptiert. Nur einzelne Luxus-Lodges und große Hotels in Dar oder Arusha nehmen Amex. Plane nie mit Amex als primärer Karte — es ist kein verlässliches Zahlungsmittel in Tansania.
Praktische Regel: Nimm eine Visa-Karte als Primärkarte, eine Mastercard als Backup. Informiere deine Bank vor der Reise über die Nutzung im Ausland — ohne Reiseankündigung wird die Karte aus Sicherheitsgründen oft beim ersten Einsatz gesperrt.
Dynamic Currency Conversion (DCC) ablehnen: Wenn ein Zahlungsterminal fragt, ob du in EUR oder CHF zahlen möchtest statt in TZS — immer in TZS wählen. DCC macht den Wechselkurs des Händlers zum Kurs, nicht den deiner Bank. Das kostet typischerweise 3–8% extra.
Geldwechsel vor Ort: Wo und wie in Arusha und Dar
Der Flughafen ist der schlechteste Ort zum Wechseln. Er ist bequem, und er kostet dich 8–12% des Wechselbetrags — das sind bei USD 500 gut USD 50 Verlust. Mache es trotzdem kurz für die allernötigste Erstkasse: genug für Transfer und erste Nacht. Den Rest holst du in der Stadt.
Arusha: Clock Tower-Gegend
Die Konzentration lizenzierter Forex-Büros rund um den Clock Tower in Aruschas Innenstadt ist der beste Startpunkt. Mehrere Büros liegen auf engen Gassen nebeneinander — vergleiche zwei, bevor du wechselst. Die Kursdifferenz zwischen zwei benachbarten Büros kann 1–2% betragen, was bei größeren Beträgen mehrere Dollar ausmacht.
So erkennst du lizenzierte Forex-Büros: Sie sind bei der Bank of Tanzania registriert und führen einen Kursaushang (Ankauf/Verkauf) deutlich sichtbar an der Außenfassade oder im Eingang. Unlizenzierte Wechsler haben keinen solchen Aushang, hantieren mit Bargeld auf der Straße oder sprechen dich aktiv an — nie wechseln. Straßentausch ist in Tansania für die Kunden ein hohes Risiko: Kurzbetrüge mit Falschgeld oder falschen Zähltricks sind dokumentiert.
Die Banken CRDB, NMB und Stanbic haben Filialen in Arusha und bieten verlässliche Wechselkurse — aber die Schlangen und der Papieraufwand machen sie langsamer als Forex-Büros. ATMs dieser Banken sind die bessere Wahl für schnelle TZS-Beschaffung.
Dar es Salaam: CBD-Forex-Büros
Im Central Business District (CBD) von Dar es Salaam gilt dasselbe Muster wie in Arusha — lizenzierte Forex-Büros in Laufweite, vergleichbare Kurse. Dar-Büros sind für Reisende sinnvoll, die über Dar einreisen und nicht zwingend nach Arusha fahren.
Wenn du nur EUR hast und kein USD
EUR wird in Tansania akzeptiert — Forex-Büros wechseln EUR direkt in TZS. Der Kurs für EUR-zu-TZS ist in der Regel etwas schlechter als für USD-zu-TZS, weil USD die Referenzwährung im ostafrikanischen Tourismusbereich ist. Falls du Zeit hast: Wechsle EUR zu USD am Flughafen oder über deine Bank vor der Abreise, dann USD zu TZS in Arusha — so bekommst du gewöhnlich die bessere Gesamtmarge.
Häufige Geldfallen und wie du sie vermeidest
Tansania ist kein besonders gefährliches Pflaster für Reisende, aber es gibt etablierte Situationen, in denen Touristengeld regelmäßig unnötig verloren geht.
Falschgeld bei Straßentausch
Das klarste und häufigste Problem: Straßenwechsler bieten attraktive Kurse an — und geben gefälschte TZS zurück. Tansanische Scheine sind relativ einfach zu fälschen im Vergleich zu USD. Wenn du in Tansania TZS-Scheine erhältst (von einem Forex-Büro, von Wechselgeld), halte sie gegen das Licht: echter TZS hat einen Sicherheitsfaden. Neue 500er- und 1.000er-Scheine haben auch ein Wasserzeichen. Wer TZS in größerer Menge wechselt, sollte die Scheine im Forex-Büro direkt zählen und prüfen — das ist normal und wird erwartet.
Dynamic Currency Conversion (DCC): immer in Lokalwährung zahlen
Wenn du in einer Lodge oder einem Restaurant mit Kreditkarte zahlst und das Gerät dir anbietet, den Betrag in EUR oder CHF anzuzeigen statt in USD oder TZS — wähle immer die Lokalwährung. Dynamic Currency Conversion bedeutet: die Kasse macht den Umrechnungskurs, nicht deine Bank. Typisch 3–8% schlechter als der offizielle Kurs. Deine Hausbank oder Kreditkartenanbieter macht das besser. Klick nie auf “Pay in EUR/CHF”.
Hotelkurs beim Wechseln
Hotels bieten oft einen Wechselservice an — bequem, aber der Kurs ist 5–10% schlechter als ein lizenziertes Forex-Büro. Das haben wir bereits im Ranking oben gesehen. Wenn das Hotel das letzte Mittel ist (Abend, keine Zeit), ist es kein Verbrechen. Aber plane nie darauf, als Hauptquelle.
Kreditkartenaufschlag in Camps und Lodges
Viele Safari-Camps — besonders Boutique-Camps und private Reservate — berechnen einen Kreditkartenaufschlag von 3–5% für die Zimmerrechnung. Das ist seit 2024 laut Bank of Tanzania offiziell verboten, wird aber in der Praxis noch erhoben. Bei einer Lodge-Rechnung von USD 1.500 sind 5% = USD 75 extra. Wer das vermeiden will, fragt beim Betreiber nach Banküberweisung vor Anreise — das wird zunehmend akzeptiert.
Kein Geld in den Parks
Ich erwähne es hier nochmals, weil es einer der häufigsten praktischen Fehler ist: Es gibt keine ATMs in den Nationalparks. Nicht in der Serengeti, nicht in Ngorongoro, nicht in Tarangire. Wer sein Bargeld in Arusha vergisst zu holen, hat im Camp kein Mittel für Trinkgeld oder Extras — außer das Camp macht eine Ausnahme bei der Abrechnung. Hole dein gesamtes Cash für die Safari immer vor Parkeinfahrt in Arusha oder Karatu.
Tipps zur Sicherheit
Trage größere Cash-Beträge im Geldgürtel unter der Kleidung, nicht im Rucksack oder Hüfttasche. In Aruschas Innenstadt und im Dar CBD ist Taschendiebstahl möglich — wie in jeder Großstadt. Safari-Camps sind sichere Umgebungen; dort ist Cash auf dem Zimmer in Ordnung. Auf dem Flughafengelände (Warte- und Ankunftszonen) bleib wachsam.
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Frequently asked questions
Welche Währung gilt in Tansania?
Offizielle Währung ist der Tansanische Schilling (TZS). Im Tourismusbereich (Safari-Camps, Hotels, Aktivitäten) wurden US-Dollar lange parallel akzeptiert. Seit den Bank of Tanzania Foreign Currency Regulations 2025 (gültig ab 28. März 2025) müssen lokale Transaktionen offiziell in TZS abgerechnet werden — USD wird aber weiterhin von Tourismusanbietern und Forex-Büros angenommen. Für Märkte, Dalla-Dalla-Fahrten und lokale Restaurants brauchst du TZS. Wechselkurs: ca. 2.500–2.600 TZS per USD (tagesaktuell prüfen).
Kann man in Tansania mit Kreditkarte zahlen?
In größeren Safari-Lodges und Stadthotels: ja, für die Zimmerrechnung (Visa/Mastercard). Aber: Kleinausgaben, Trinkgelder, lokale Restaurants, Markt, Tuk-Tuk, Minibus (Dalla-Dalla) — ausschließlich Cash. Auch in vielen Boutique-Lodges und privaten Camps ist Kreditkarte nicht möglich. Die Bank of Tanzania hat 2024 Kreditkartenaufschläge durch Händler offiziell verboten — trotzdem gibt es in der Praxis Lodges, die 3–5% extra berechnen.
Wo ist der beste Ort zum Geldwechseln in Tansania?
Beste Kurse: lizenzierte Forex-Büros in Arusha-Innenstadt (besonders Clock Tower-Gegend) und Dar es Salaam CBD. Diese geben deutlich bessere Kurse als Flughäfen oder Hotels. Flughafen Kilimanjaro (JRO) und Dar es Salaam (DAR) haben Wechselstuben für Notfälle — aber für größere Beträge warte bis in die Stadt. ATMs: Stanbic, CRDB, NMB Banken haben Automaten in Arusha und Dar. Limit pro Transaktion variiert: ca. 400.000–1.000.000 TZS.
Sollte man USD oder TZS mit nach Tansania nehmen?
Beides. USD-Bargeld (Scheine post-2013, guter Zustand — ältere oder beschädigte Scheine werden abgelehnt) für: Safari-Trinkgelder, größere Einkäufe, Notfallreserve. TZS für: lokalen Transport, Märkte, günstige Restaurants, Dalla-Dalla. Empfehlung: 200–300 USD in sauberen 20er- und 50er-Scheinen mitbringen + Kreditkarte für Lodge-Rechnung + Geld vor Ort in Arusha in TZS wechseln.
Gibt es ATMs auf Sansibar und in Safari-Parks?
Auf Sansibar: ja — Nungwi, Paje, Stone Town haben ATMs (Stanbic, NBC). In Safari-Parks: KEINE ATMs in den Parks selbst. Nächste ATMs: Arusha (vor dem Safari-Start) und nach dem Safari-Ende. Das ist der häufigste Fehler: Reisende, die hoffen, im Camp Geld zu wechseln oder am Automat zu kommen — das gibt es nicht. Geld immer VOR der Safari in Arusha holen.
Sind USD 100-Scheine in Tansania akzeptiert?
Theoretisch ja, praktisch mit Einschränkungen: viele Wechselstuben und Händler nehmen nur USD-Scheine aus dem Jahr 2013 oder später. Ältere oder beschädigte 100er-Scheine werden abgelehnt. Am praktischsten sind neue 50er- und 20er-Scheine — die werden fast immer ohne Diskussion akzeptiert und sind für Trinkgelder ideal.
Wie viel Trinkgeld sind für Safari-Guides in Tansania üblich?
Der übliche Richtwert für einen Safari-Guide in Tansania liegt bei USD 10–20 pro Gast pro Tag; bei einer Privatsafari (1 Fahrzeug) sind USD 25–40 pro Fahrzeug und Tag der Standard. Für den Fahrer (falls separat) gelten ähnliche Richtwerte. Camp-Personal erhält üblicherweise USD 5–10 pro Person pro Tag als Gesamtbetrag für das Team. Trinkgelder werden fast ausnahmslos in bar und in USD übergeben.
Was sind die neuen TZS-Regelungen seit März 2025?
Die Bank of Tanzania Foreign Currency Regulations 2025 (gültig ab 28. März 2025) verpflichten Händler, lokale Transaktionen in TZS auszupreisen und abzurechnen. ATMs geben ausschließlich TZS aus (kein USD an Automaten). Bringt man USD als Tourist, kann man ihn weiterhin bei Forex-Büros und Banken wechseln — aber USD-Zahlungen direkt an Verkäufer oder in Restaurants sind formal nicht mehr zulässig und werden uneinheitlich gehandhabt.
