Fakten & Preise geprüft: 2026-06-25
Eine 14-tägige Reise durch Tansania ist die entspannteste Möglichkeit, die Große Tierwanderung, die dichte Wildtierwelt des Ngorongoro-Kraters und das Korallenmeer Sansibars ohne Hetze zu verbinden. Schweizer Reiseplaner und deutschsprachige Reiseblogs nennen 14 Tage ausdrücklich als das Minimum für eine wirklich befriedigende Kombination — alles darunter fühlt sich wie ein Pflichtprogramm an.
In meiner ersten Woche im Serengeti saß ich eines Morgens allein mit einem Leoparden im Seronera-Tal. Kein anderes Fahrzeug. Nur die Savanne, das Schnurren des Geländewagens und ein Tier, das mich vollkommen ignorierte. Das braucht Zeit — nicht Glück allein.
Die schnelle Antwort: Was 14 Tage ermöglichen
Mit 14 Tagen können Sie 3–4 Nationalparks im Nördlichen Kreislauf gründlich bereisen, die Große Tierwanderung in ihrer saisonalen Hauptphase erleben und 4–5 Tage auf Sansibar entspannen. Budget: USD 3.500–4.500 (Camping), USD 5.500–8.000 (Mittelklasse), USD 12.000+ (Luxus).
Die klassische Aufteilung: 9–10 Tage Safari auf dem Festland, dann Inlandflug nach Sansibar. Einige Reisende drehen es um — zuerst Sansibar, dann Safari — aber die meisten bevorzugen Safari zuerst, weil die Intensität des Parkerlebnisses danach am Strand besser ausklingt als umgekehrt.
Tagesplan: 14 Tage Nordkreis + Sansibar
Tag 1–2: Arusha — Ankunft und Akklimatisierung
Ankunft am Kilimanjaro International Airport (JRO). Transfer nach Arusha: ca. 40–45 Minuten, private Taxis kosten etwa USD 45–50. Arusha liegt auf 1.400 Meter Höhe — das Klima ist kühl und angenehm, ideal zum Erholen nach dem Langstreckenflug.
Tag 1 bleibt bewusst leer: Stadtbummel, Kulturzentrum oder einfach schlafen. Am Abend empfehle ich das Arusha Market-Viertel für lokale Grillküche. Die Stadt ist das Koordinationszentrum des Nordkreises — Ausrüstungscheck, Briefing mit dem Führer, Karten.
Tag 2: Früh raus Richtung Tarangire. Fahrtzeit: ca. 2 Stunden, 140 km nach Südwesten. Das gibt Zeit für die Ankunft am frühen Nachmittag und einen ersten Nachmittags-Pirschfahrt. Der erste Elefantenblick auf staubiger Savannenpiste lässt den Jetlag vergessen.
Unterkunft Arusha: Gästehäuser USD 30–80/Nacht; Boutique-Hotels USD 100–180/Nacht.
Tag 3–4: Tarangire-Nationalpark
Tarangire ist 118 km südwestlich von Arusha — kleiner als die Serengeti, aber konzentrierter. In der Trockenzeit (Juli–Oktober) versammeln sich Elefanten, Zebras und Gnus am Tarangire-Fluss in einer Dichte, die selbst erfahrene Safarigäste überrascht.
Eintritt: USD 59 pro erwachsener Nicht-East-African Person und Tag.
Was Sie hier sehen: Bis zu 3.000 Elefanten nutzen den Fluss als saisonale Wasserquelle. Baobab-Bäume (Affenbrotbäume) dominieren die Landschaft — einige sind 1.000 Jahre alt. Gerenuk, Lebensraum-spezialisierte Antilopen, die auf zwei Beinen Akazienblätter fressen. Harte Vogelwelt: über 550 dokumentierte Arten.
Mein Eindruck: Tarangire hat das beste Elefant-Erlebnis des gesamten Nordkreises, weil die Herden groß genug sind, dass man bis zu einer Stunde bei einer einzigen Familie bleiben kann, ohne dass die Nächste noch weit entfernt wäre.
Unterkunft: Camping innerhalb des Parks USD 50–60/Nacht (Zelt eigene Ausstattung), geführte Camping-Safari-Packages ab USD 200/pppd. Zelt-Lodges außerhalb: USD 150–300/pppd.
Tag 5–6: Ngorongoro Conservation Area
Transfer von Tarangire: ca. 3–4 Stunden über die B144-Piste mit Blick auf die Great Rift Valley-Wände. Die Hochebene des Ngorongoro-Schutzgebiets liegt auf 2.300 Meter — nachts kühl bis 10°C, Jacke einpacken.
Eintritt NCAA: USD 70,80 pro erwachsener Person pro Tag. Kraterdienst-Gebühr: zusätzlich USD 295 pro Fahrzeug pro Abfahrt in den Krater.
Der eigentliche Krater (260 km² Caldera-Boden) bietet die höchste Großwild-Dichte Afrikas auf engem Raum: 25.000–30.000 Wildtiere leben permanent im Kessel, darunter die einzige selbsterhaltende Schwarznasen-Impala-Population Tansanias und schwarze Nashörner (meist 15–20 Individuen sichtbar). Kraterzeit ist limitiert auf maximal 6 Stunden pro Fahrzeug pro Tag — früher Start ist Pflicht.
Tag 5: Ankunft, Kraterkante-Aussichtspunkt, Eingewöhnung in der Lodge. Der Blick von der Kraterkante bei Sonnenuntergang ist ein Erlebnis eigener Art.
Tag 6: Kraterfahrt bei Sonnenaufgang. Abfahrt 06:30 Uhr. Löwen, Zebras, Gnus, Flamingos am Magadi-See — und wenn man Glück hat, das Breitmaulnashorn in der Öffnungsphase des Morgens.
Unterkunft: Lodges auf dem Kraterkante ab USD 200–400/Person/Nacht (Mittelklasse). Crater Lodge (Luxus) ab USD 800+/pppn. Camping im NCA: USD 70,80 pro Person.
Tag 7–10: Serengeti-Nationalpark — Zentrum und Norden
Transfer vom Ngorongoro in die Serengeti: ca. 2–3 Stunden. Das Seronera-Zentralgebiet ist der Start — dichtes Wildschwein- und Akazienland mit dem höchsten Leoparden-Vorkommen des Parks.
Eintritt Serengeti: USD 82,60 pro erwachsener Person pro Tag (TANAPA 2024/25 non-resident rate, Spitzenzone).
Tag 7–8: Serengeti Zentral (Seronera) — Leoparden auf Akazien, Löwenrudel auf Kopje-Felsen. Krokodile im Grumeti-Fluss. Geparden in der offenen Graslandschaft. Serengeti Balloon Safari: USD 599/Person für 1 Stunde Heißluftballon-Fahrt inklusive Champagner-Frühstück — Frühbucherempfehlung: durchschnittlich 100 Tage im Voraus gebucht.
Tag 9–10: Serengeti Nord (Kogatende/Lamai) — Das Marafluss-Kreuzungsgebiet liegt 320 km nördlich von Seronera. Inlandflug Seronera → Kogatende empfehlenswert (ca. 60 Minuten), alternativ 5–6 Stunden Fahrt. Von Juli bis Oktober durchqueren die Gnuherden hier in Wellen den Mara-Fluss — mit Nilkrokodilen, die auf sie warten. Planen Sie mindestens 3–4 Nächte im Norden ein: Die Kreuzungen sind nicht täglich, und wer nur eine Nacht bleibt, verpasst sie oft.
Was die Große Tierwanderung bedeutet: Die Große Tierwanderung ist ein kontinuierlicher, ganzjähriger Kreislauf von ca. 800 km im Uhrzeigersinn durch das Serengeti-Mara-Ökosystem. Kalbungssaison in der Ndutu-Ebene im Süden (Spätjanuar bis Anfang März, Höhepunkt Februar); Marafluss-Kreuzungen im Norden (Juli bis Oktober). Es gibt keinen Monat ohne Migration — nur verschiedene Positionen des Zugs. Ein spezifisches Kreuzungsdatum lässt sich nie garantieren.
Tag 11: Transfer nach Sansibar
Inlandflug von Seronera oder Arusha nach Dar es Salaam, weiter nach Sansibar (Zanzibar International Airport, ZNZ). Gesamtflugzeit: 2–3 Stunden mit Verbindung. Direktflüge zwischen Kilimanjaro (JRO) und Sansibar (ZNZ) dauern etwa 1 Stunde 5 Minuten; Precision Air, Air Tanzania und Coastal Aviation betreiben ca. 14 wöchentliche Verbindungen.
Flugpreise Dar es Salaam → Sansibar: USD 45–80 einfach (Linienflug), Flugzeit ca. 20 Minuten. Transfer vom ZNZ-Flughafen nach Stone Town oder Nungwi: USD 15–30 je nach Ziel.
Wichtig für Safari-Rückkehrer nach Sansibar: Kein zweites Visum nötig — das tansanische Visum gilt auch für Sansibar. Aber die ZIC-Krankenversicherung ist Pflicht für alle Einreisenden nach Sansibar, egal ob man aus London oder aus einem Serengeti-Zeltcamp kommt.
Tag 12–13: Sansibar Erkundung
Stone Town (Tag 12): Das UNESCO-Weltkulturerbe zeigt arabisch-ostafrikanische Architektur in engen Gassen. Die Geschnitzten Türen der alten Handelshäuser, der Forodhani-Nachtmarkt (Meeresfrüchte gegrillt am Meer, ab 18:00 Uhr) und das House of Wonders sind die Highlights. Halbtagsführung empfehlenswert: USD 20–40 mit lokalem Guide.
Mnemba-Atoll-Schnorcheln (Tag 12 oder 13): Das Mnemba-Atoll 3 km vor der nordöstlichen Spitze Sansibars ist das beste Schnorchelgebiet der Insel. Bootsausflug ab Nungwi: USD 110–125/Person, ab Matemwe: USD 30–40/Person. Korallenriff in 2–8 Meter Tiefe, Schildkröten, Oktopusse, Farbfische. CORDAP betreibt dort seit Oktober 2024 ein aktives Korallenrestaurations-Projekt auf 4 Hektar.
Gewürzfarm-Tour: 20 Minuten von Stone Town entfernt, 2–3 Stunden durch eine arbeitende Gewürzfarm. Sansibar war einst verantwortlich für 90% der globalen Nelkenproduktion. Eintritt: USD 15–20 mit Guide.
Tag 14: Strand und Heimflug
Letzter Tag je nach Abflugzeit. Nungwi und Kendwa im Norden der Insel haben Ganzjahresschwimmen ohne ausgeprägte Gezeiten — ideal für den letzten Morgen ohne Gezeitenstress. Paje im Osten ist die Kitesurfer-Basis und bietet die tiefste Lagunenatmosphäre.
Flughafen ZNZ liegt 6 km südlich von Stone Town. Transfer: USD 10–15 per Taxi.
Migrationskalender: Wann Sie was sehen
| Monat | Migration-Phase | Bester Ort | Zusatz |
|---|---|---|---|
| Jan–März | Kalbungssaison Ndutu | Südserengeti (Ndutu-Ebene) | Spätjanuar bis Anfang März; Höhepunkt Februar; intense Raubtieraktivität |
| April–Mai | Nordwestwanderung | Serengeti Zentral/West | Lange Regenzeit: günstig, grün, weniger Besucher |
| Juni–Juli | Vorbereitung Kreuzung | Serengeti Nord, Grumeti | Trocken, Grumeti-Kreuzungen beginnen |
| Aug–Okt | Mara-Fluss-Kreuzungen | Nordserengeti (Kogatende) | Dramatischste Phase; Krokodile an Furt-Stellen; planen Sie 3–4 Nächte |
| Nov–Dez | Rückkehr nach Süden | Serengeti Ost/Süd | Kurze Regenzeit, ruhiger, Zebra-Herden dominant |
Meine Empfehlung für deutschsprachige Reisende: Juli–September ist optimal — das deckt Marafluss-Kreuzungen und trockenste Bedingungen ab, was auch für Pisten-Qualität entscheidend ist. Januar–Februar ist die zweitbeste Wahl, wenn Kalbung (und günstigere Preise in der Nebensaison auf Sansibar) das Ziel sind.
Inlandflug-Logistik: Was Sie wissen müssen
Die meisten Reisenden unterschätzen, wie sehr Inlandflüge die Qualität einer 14-tägigen Reise verbessern — nicht nur durch Zeitersparnis, sondern durch Energiereserven für Pirschfahrten.
Wichtigste Strecken und Flugzeiten:
- Arusha/JRO → Seronera (Serengeti): ca. 60–90 Minuten
- Seronera → Kogatende (Nordserengeti): ca. 60 Minuten
- Seronera → Arusha: ca. 60–90 Minuten
- Kilimanjaro (JRO) → Sansibar (ZNZ): ca. 1 Stunde 5 Minuten (14 wöchentliche Frequenzen mit Precision Air, Air Tanzania, Coastal Aviation)
- Dar es Salaam → Sansibar: ca. 20 Minuten, USD 45–80
Gepäckregeln für Buschflüge: Leichtflugzeuge auf Safariverbindungen haben eine strikte Gewichtsbegrenzung von ca. 15 kg pro Person inklusive Handgepäck. Nur weiche Reisetaschen (kein Hartschalenkoffer). Ein XL-Sitz (Aufpreis) erlaubt bis zu 30 kg. Betreiber überprüfen das tatsächlich — kein Übergewicht vor Ort ohne Vorabzahlung.
Wann Fahren besser ist: Zwischen Tarangire und Ngorongoro (ca. 3–4 Stunden) lohnt sich der Fahrweg — die Landschaft entlang der Riftwand ist Teil des Erlebnisses. Zwischen Seronera und Kogatende (5–6 Stunden Schotterpiste) empfehle ich dringend den Flug, besonders wenn Regenzeit-Pisten im Spiel sind.
Buchungsvorlauf: Inlandflüge auf populären Strecken (Seronera, Kogatende Juli–Oktober) sind 2–3 Monate im Voraus buchungswert. Preise schwanken stark — zwischen USD 150 und USD 400 pro Strecke, je nach Anbieter, Buchungszeitpunkt und Route.
Was 14 Tage gegenüber 7 Tagen konkret mehr bieten
Eine 7-Tage-Safari schafft den Nordkreis — aber nur, wenn alles nach Plan läuft. Eine defekte Achse, eine gesperrte Piste nach Regen oder ein spontaner Leopardenfund, bei dem man zwei Stunden bleibt, reicht aus, den gesamten Zeitplan zu kippen.
14 Tage bieten:
- Ordentliche Ngorongoro-Zeit: Kraterkante am Abend, Kraterfahrt am Morgen ohne Hast. Bei 7 Tagen wird Ngorongoro oft auf einen einzigen Tag komprimiert — Ankunft, Fahrt, Weiter. Das ist zu wenig.
- Serengeti-Nord als echte Option: Die Marafluss-Kreuzungen im Juli–Oktober sind das dramatischste Wildtierschauspiel Afrikas. Sie erfordern mindestens 3–4 Nächte im Norden — bei 7 Tagen ist dafür kein Platz.
- Sansibar als Erholung, nicht als Pflichtprogramm: 4–5 Tage Sansibar erlauben Stone Town, Schnorcheln am Mnemba-Atoll und einen echten Strandtag. Bei 10-Tages-Routen sind es oft nur 2 Nächte — zu wenig, um den Rhythmus der Insel zu spüren.
- Heißluftballon: Die Serengeti Balloon Safari (USD 599/Person, 1 Stunde Flug inklusive Champagner-Frühstück) ist eine der eindrucksvollsten Erfahrungen in Ostafrika. Bei 7-Tages-Routen fällt sie regelmäßig dem Zeitdruck zum Opfer.
- Puffer für das Unerwartete: Ein Morgen mit einem Geparden-Wurf, der aus dem Nichts auftaucht. Eine verlängerte Wartepause am Mara-Fluss, bis die ersten Gnus über die Furt drängen. 14 Tage erlauben diese Momente, ohne den Rest der Reise zu opfern.
Budget-Aufschlüsselung nach Kategorie
Budget (Camping-Safari): USD 3.500–4.500
Camping-Safaris kosten USD 200–300 pro Person und Tag inklusive Transport, Guide, Zelt und Essen. Für 10 Safari-Tage: USD 2.000–3.000. Sansibar-Gästehäuser: USD 30–70/Nacht × 4 Nächte = USD 120–280. Inlandflüge: USD 100–200. Eintritte bereits in den meisten Paketen enthalten.
Typisches 14-Tage-Budget-Paket:
- Safari 10 Tage (Camping): USD 2.500–3.500
- Sansibar 4 Nächte (Guesthouse): USD 150–280
- Inlandflüge: USD 150–200
- Gesamt: ca. USD 3.500–4.500/Person
Mittelklasse (Zelt-Lodges): USD 5.500–8.000
Kleine Zelt-Lodges mit festen Betten, Privatbad und Halbpension kosten USD 350–600/pppd in Tansania. Sansibar-Boutique-Hotel: USD 100–200/Nacht.
Typisches 14-Tage-Mittelklasse-Paket:
- Safari 10 Tage (Tented Lodge): USD 3.500–6.000
- Sansibar 4 Nächte (Boutique): USD 400–800
- Inlandflüge: USD 200–400
- Gesamt: ca. USD 5.500–8.000/Person
Luxus (Private Camps): USD 12.000+
Private Exclusive Camps (max. 8–12 Gäste) kosten USD 800–1.500+ pro Person und Nacht — alle Pirschfahrten, Getränke, lokale Flüge inklusive. Mnemba Island Lodge beginnt bei USD 1.650/pppn.
Variante: Südliches Tansania statt Nordkreis
Für Wiederholer oder Reisende mit spezifischen Interessen: Ruaha-Nationalpark und Nyerere-Nationalpark (ehemals Selous) bieten dichteste Afrikanische Wildhund-Populationen, Boothirsch-Safaris und fast keine anderen Touristen. Der Transfer erfolgt per Inlandflug nach Iringa (Ruaha) oder Dar es Salaam (Nyerere) — von Sansibar aus gut erreichbar.
Der Südkreis ist wilder, schwerer zu planen und teurer in der Infrastruktur, gibt aber ein Tansania-Erlebnis ohne Massentourismus.
Praktische Hinweise für DACH-Reisende
Visum: Deutschland, Österreich und die Schweiz benötigen ein tansanisches Visum — elektronisch als e-Visum beantragbar. Preis: USD 50 für Einzeleinreise. US-Bürger zahlen USD 100 für ein Mehrfacheinreise-Visum.
Impfungen: Gelbfieberimpfung ist nur für Einreisende aus Gelbfieber-Risikoländern Pflicht. Reisende, die direkt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz anreisen, benötigen keinen Gelbfieber-Nachweis. Malariamedikamente: Das RKI empfiehlt Prophylaxe für Tansania ganzjährig (unter 1.800 m Höhe, also auch für Sansibar). Atovaquon/Proguanil (Malarone®) ist Mittel der ersten Wahl — Einnahme ab 1–2 Tage vor Ankunft, 7 Tage nach Abreise.
Sprache: Suaheli und Englisch auf dem Festland. Englisch reicht für Safari-Betrieb vollständig aus. Auf Sansibar sprechen viele Hoteliers und Guides auch rudimentäres Deutsch.
Währung: Tansanische Schillinge (TZS) und US-Dollar werden im Park-Bereich parallel akzeptiert. USD-Bargeld (neuere Scheine nach 2009) ist im Safari-Bereich praktisch. Kreditkarten in größeren Lodges meistens möglich, aber nicht zuverlässig.
Transporttipp: Zwischen Ngorongoro und Serengeti kann schlechtes Pisten-Wetter (Regenzeit) die Fahrzeit auf 5–7 Stunden strecken. Inlandflüge sind teurer (USD 150–400/Strecke), aber zeitsparsend und empfehlenswert für die Strecke Zentral- zu Nordserengeti.
Sansibar-Einreise: Die ZIC-Pflichtversicherung kostet USD 44 pro Erwachsenem (92 Tage gültig), muss online unter visitzanzibar.go.tz gebucht werden, und wird bei der Einreise via QR-Code geprüft. Das gilt auch für Reisende, die bereits in Tansania ein gültiges Visum haben.
Tim’s Ehrliche Einschätzung
14 Tage klingen nach viel — aber sie vergehen schneller als man denkt. Am Ende der Safari-Hälfte haben Sie gerade angefangen, den Rhythmus zu verstehen: früh aufstehen, lange Pirschfahrt in der goldenen Morgenstunde, Mittagspause in der Lodge, kurze Nachmittagspirsch. Auf Sansibar schaltet man dann in einen anderen Modus — gemächlich, salzig, ohne Plan.
Deutsche Reisende fragen mich oft, ob man es in 10 Tagen schaffen kann. Die ehrliche Antwort: Man kommt durch. Aber bei 10 Tagen lässt man Ngorongoro aus oder schleppt sich an einem einzigen Tag durch den Krater nach Serengeti — das ist zu viel auf einmal. 14 Tage geben jedem Park die Zeit, die er verdient.
Was ich ändern würde, wenn ich die Reise neu plane: Ich würde die beiden Serengeti-Tage in Kogatende auf drei erhöhen und dafür einen Sansibar-Tag streichen. Die Marafluss-Kreuzungen brauchen Geduld — manchmal wartet man 3 Stunden am Flussufer, bevor die ersten Gnus Anstalten machen. Diese drei Stunden des Wartens sind seltsam befriedigend. Man hört das Wasser, die Vögel, den Wind. Und dann beginnt es.
Verwandte Guides
- Serengeti-Nationalpark: Vollständiger Guide — Zonen, Saisonplanung, Lodges
- Ngorongoro-Krater: Was Sie wissen müssen — Eintrittspreise, optimale Besuchszeit
- Tansania Safari-Kosten 2025 — Detaillierter Kostenrechner nach Kategorie
- Arusha — Tansanias Safari-Gateway — Transfer, Unterkünfte, Organisation
- Nordkreis-Safari: Komplett-Guide — Alle 4 Parks im Überblick
- Stone Town, Sansibar — UNESCO-Welterbe und Stadtguide
- Nungwi-Strand und Schnorcheln — Nordküste, Mnemba-Ausflüge, Unterkünfte
Frequently asked questions
Wie viel kostet eine 14-tägige Tansania-Safari mit Sansibar?
Budget-Camping-Safaris kosten etwa USD 200–300 pro Person und Tag, Mittelklasse-Lodges USD 350–600, und private Luxus-Camps USD 800–1.500+. Für 14 Tage (10 Safari + 4 Sansibar) kalkulieren Sie: Budget USD 3.500–4.500, Mittelklasse USD 5.500–8.000, Luxus USD 12.000+. Sansibar-Unterkünfte kosten zusätzlich USD 50–300 pro Nacht je nach Kategorie.
Welche Parks sollte ich auf einer 14-tägigen Tansania-Reise besuchen?
Der Nordkreis (Tarangire, Ngorongoro, Serengeti) ist die Standardroute. Tarangire ist ideal für Elefanten von Juli bis Oktober. Der Ngorongoro-Krater bietet auf 260 km² die höchste Großwild-Dichte Afrikas. Die Serengeti deckt die Große Tierwanderung ganzjährig ab. Für Wiederholer oder Wildtierhund-Enthusiasten ist der Südkreis (Ruaha, Nyerere) empfehlenswert.
Wie viele Tage brauche ich für den Nördlichen Kreislauf?
Mindestens 7 Tage für den Nordkreis sind sinnvoll: 2 Tage Tarangire, 1–2 Tage Ngorongoro, 3–4 Tage Serengeti. Mit 14 Tagen haben Sie 9–10 Tage für Safari plus 4–5 Tage Sansibar — die entspannteste Kombination. Schweizer Reiseplaner empfehlen ausdrücklich: unter 10 Tagen ist die Kombination gehetzt.
Wann ist die beste Zeit für eine 14-Tage-Tansania-Reiseroute?
Juni bis Oktober ist die Trockensaison und ideal: kühl, trockene Pisten, maximale Wildtierdichte an Wasserlöchern. Juli bis Oktober kombiniert das mit den Mara-Fluss-Kreuzungen im Nordserengeti. Januar bis März bietet die Kalbungssaison in der Ndutu-Ebene — die Wildebeest-Kalbungsphase konzentriert sich auf Spätjanuar bis Anfang März, mit dem Höhepunkt im Februar. April/Mai (lange Regenzeit) sind günstig, aber manche Pisten schwer befahrbar.
Kann ich von Kilimanjaro Airport direkt nach Sansibar fliegen?
Ja, Direktflüge zwischen Kilimanjaro (JRO) und Sansibar (ZNZ) dauern etwa 1 Stunde 5 Minuten. Betreiber sind Precision Air, Air Tanzania und Coastal Aviation mit rund 14 wöchentlichen Verbindungen. Alternativ fliegen Sie über Dar es Salaam — Flugzeit Dar–Sansibar nur ca. 20 Minuten. Für die Strecke Serengeti–Sansibar buchen Sie am besten Seronera → Arusha/Dar → Sansibar, da kein Direktflug aus dem Serengeti nach Sansibar verfügbar ist.
Wie teuer ist der Eintritt in den Ngorongoro-Krater?
Der Ngorongoro-Krater kostet USD 295 pro Fahrzeug pro Abfahrt als Kraterdienst-Gebühr, plus USD 70,80 pro erwachsenem Nicht-East-African als tägliche Eintrittsteuer. Kinder von 5–15 Jahren zahlen USD 23,60. Diese Gebühren kommen zu den normalen NCAA-Erhaltungsgebühren hinzu. Planen Sie den Krater-Tag sorgfältig: Maximal 6 Stunden im Krater sind erlaubt.
Was ist der Vorteil von 14 Tagen gegenüber 7 oder 10 Tagen?
Mit 7 Tagen schafft man den Nordkreis, aber ohne Zeitpuffer — ein Regentag auf einer Schlammpiste kann die gesamte Planung durcheinanderbringen. Mit 10 Tagen bleibt nur minimal Zeit für Sansibar. 14 Tage geben jedem Park die Zeit, die er verdient: 2 Tage Tarangire, 2 Tage Ngorongoro, 4 Tage Serengeti (inklusive Norden für Marafluss), plus 4–5 entspannte Tage Sansibar. Bei 14 Tagen ist auch eine Heißluftballonfahrt über der Serengeti (USD 599/Person) planbar, ohne andere Aktivitäten zu streichen.
Wie funktionieren Buschflüge innerhalb Tansanias?
Bush-Flights auf Leichtflugzeugen verbinden die wichtigsten Safariziele: Seronera (Serengeti), Kogatende (Nordserengeti), Ruaha, Mahale und andere. Coastal Aviation und Precision Air sind die größten Betreiber. Wichtig: Handgepäckbegrenzung auf Leichtflugzeugen beträgt ca. 15 kg inklusive Handgepäck (weiche Taschen, kein Hartschalenkoffer). Die Reisezeit Seronera–Kogatende beträgt ca. 60 Minuten — gegenüber 5–6 Stunden Fahrt auf Schotterpisten.
