Fakten & Preise geprüft: 2026-06-25
| Species / sighting | J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Whale sharks (Mafia Island) — Oct–Mar season, peak Nov–Dec (multiple independent dive operators agree) | ||||||||||||
| Whale sharks (Mnemba Atoll blue water) — A distinct, separate window from the Mafia season | ||||||||||||
| Humpback whales (Zanzibar) — Peak Jul–Sep; sightings unlikely outside Jul–Oct | ||||||||||||
| Dolphins (Kizimkazi) — Present year-round; best Jun–Oct (dry season) and Dec–Feb | ||||||||||||
| Sea turtle nesting (Zanzibar) — Year-round nesting reported; most sources cite Jun–Sep as peak (one source instead cites Oct–Mar) |
Walhaie (Rhincodon typus) sind die größten Fische der Welt. Sie werden bis zu 12 Meter lang, wiegen bis zu 20 Tonnen — und sind harmlos. Sie fressen Plankton, keine Menschen. Vor Sansibars Südküste versammeln sich diese Tiere von Oktober bis Februar jedes Jahr, angelockt von saisonalen Planktonblüten im warmen Indischen Ozean. Wer in dieser Zeit nach Kizimkazi fährt, hat eine reelle Chance, neben einem dieser Tiere zu schnorcheln. Ich habe es erlebt. Es ist eines der außergewöhnlichsten Tiererlebnisse im Indischen Ozean — und man muss kein Taucher sein.
Warum Walhaie nach Sansibar kommen
Walhaie sind keine Tiere, die man einfach “findet”. Man muss wissen, warum sie irgendwo auftauchen — nur dann wählt man auch den richtigen Zeitpunkt.
Die Südküste Sansibars, rund um Kizimkazi und die vorgelagerten Riffe bei Tobi Island, liegt im Einflussbereich des Agulhas-Stroms aus dem Süden. Dieser Strom bringt nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche. In bestimmten Monaten führt das zu massiven Planktonblüten — sichtbar als grünlich-trübes Wasser, manchmal mit einem leichten Ölfilm an der Oberfläche, wenn die Konzentration hoch ist. Walhaie sind Filterfresser: Sie schwimmen mit weit geöffnetem Maul durch diese Planktonwolken und filtern Millionen winziger Organismen pro Stunde.
Das erklärt auch, warum das Wasser an einem guten Walhaitag nicht kristallklar ist. Sichtweite von 5–10 Metern ist normal. Das ist kein Zeichen schlechter Bedingungen — das ist genau der Ort, wo der Hai frisst.
Das Gebiet zwischen Kizimkazi Dimbani und Tobi Island, etwa 3–8 Kilometer vor der Küste, ist das primäre Aggregationsgebiet. Guides kennen die Spots, die sich je nach Strömung und Planktonkonzentration täglich leicht verschieben.
Wann man fahren sollte: Die Walhaisaison
Das Zeitfenster ist klar: Oktober bis Februar, mit dem Höhepunkt November bis Januar.
In diesen Monaten sind Walhaie regelmäßig im Gebiet anzutreffen. Die Planktonblüten sind am stärksten, die Wassertemperatur liegt bei 26–28°C, und die Windverhältnisse (Nordost-Monsun) machen das Meeresgebiet südlich von Sansibar relativ ruhig.
Was sich ändert, wenn man außerhalb des Fensters kommt:
- März–September: Sichtungen sind möglich, aber unregelmäßig. Die Planktonblüten sind schwächer. Viele Anbieter bieten in diesen Monaten keine dedizierten Walhaitouren an.
- Oktober: Saisonbeginn. Erste Tiere werden gemeldet, aber Sichtungsrate noch aufbauend.
- November–Januar: Höchste Dichte. An guten Tagen sind mehrere Tiere gleichzeitig im Gebiet.
- Februar: Noch zuverlässig, aber gegen Ende des Monats werden Sichtungen seltener.
Ein praktischer Hinweis: Frage deinen Anbieter vor der Buchung nach der Sichtungsrate der laufenden Woche — nicht der letzten Saison. Aktuelle Daten (WhatsApp mit lokalen Guides) sind verlässlicher als pauschale Saisonangaben.
Was Walhaie wirklich sind
Es gibt hartnäckige Missverständnisse über Walhaie. Vor dem Ausflug lohnt es sich, sie zu klären.
Größe: Adulte Walhaie messen im Schnitt 7–9 Meter. Die maximale dokumentierte Länge liegt bei über 12 Metern. Die Tiere vor Kizimkazi sind meistens 6–8 Meter lang — was bereits eine überwältigende Erfahrung ist, wenn man neben ihnen im Wasser ist.
Gefährlichkeit: Keine. Walhaie haben zwar Hunderte von winzigen Zähnen, aber sie sind funktionslos für das Fressen. Das Maul öffnet sich weit zum Filtern von Wasser — keine Beiß-Mechanik. Es gibt weltweit keinen dokumentierten Fall eines Walhaiangriffs auf Menschen.
Artenschutz: Walhaie sind von der IUCN als “gefährdet” eingestuft (Rote Liste: EN). Die Hauptbedrohungen sind Beifang in der Fischindustrie, Schiffskollisionen und die Hai-Flossenfischerei in Asien. Die Bestände sind weltweit zurückgegangen. In Tanzania sind Walhaie gesetzlich geschützt, und das Gebiet südlich von Sansibar hat Meeresschutzzonenstatus.
Lebensdauer und Fortpflanzung: Wenig bekannt. Walhaie werden vermutlich 70–100 Jahre alt. Die Reproduktionsrate ist niedrig — das macht den Schutz jedes Individuums wichtig.
Wie das Erlebnis wirklich ist
Ich war früh morgens mit einem Kizimkazi-Boot auf dem Wasser, als der Guide plötzlich auf eine Stelle zeigte, wo das Wasser leicht schäumte. Der Kapitän stellte den Motor ab. Der Guide sagte: “Rein, aber ruhig.” Wir glitten ins Wasser.
Einen Moment sah ich nichts außer grünlichem Dunst. Dann tauchte er auf: ein 7 Meter langer Walhai, Schachbrettmuster aus weißen Punkten auf dunkelgrauem Körper, der majestätisch durch das Plankton zog — Maul halb offen, Schwanzflosse in ruhigen, breiten Schlägen. Er schwamm direkt auf mich zu, wich dann leicht ab und glitt vorbei, keine 2 Meter entfernt.
Das Tier bemerkte mich. Es kümmerte sich nicht um mich. Genau das war das Erschreckende und das Schöne daran gleichzeitig: Ich war in seinem Element, er war an seiner Nahrung interessiert, und ich war irrelevant — außer als etwas, das er höflich umschiffte.
Das Erlebnis dauerte etwa 20 Minuten, bis der Hai abtauchte. Für 20 Minuten war ich neben dem weltgrößten Fisch im Indischen Ozean. Kein Käfig, kein Tank, keine Unterwasserdrohne. Nur Maske, Flossen und offenes Wasser.
Schnorcheln, nicht Tauchen: Warum dieser Unterschied zählt
Die Regel, Walhaie nur beim Schnorcheln und nicht beim Tauchen zu begleiten, hat einen biologischen Grund — und macht das Erlebnis für alle zugänglicher.
Walhaie vor Kizimkazi sind Oberflächenfresser. Sie fressen in den oberen 0–3 Metern der Wassersäule, wo die Planktonkonzentration am höchsten ist. Das Tier ist also genau dort, wo Schnorchler sind.
Taucher mit Pressluftflaschen erzeugen Blasen. Diese Blasen treiben nach oben, genau durch die Fressen-Zone des Hais. Walhaie reagieren auf Blasen mit Abtauchen — das ist eine gut dokumentierte Reaktion. Ein Tauchboot mit 8 Tauchern würde den Hai sofort vertreiben.
Schnorcheln löst dieses Problem: Man liegt an der Oberfläche, atmet in die Luft, erzeugt keine Blasen unter Wasser. Der Walhai bleibt an der Oberfläche. Die Begegnung findet auf gleicher Höhe statt.
Das bedeutet auch: Schwimmen können reicht. Man braucht kein Tauchzertifikat, keine Erfahrung mit Atemreglern. Wer 100 Meter freischwimmen kann und sich mit Maske und Flossen wohl fühlt, ist bereit für eine Walhaisichtung.
Ethische Richtlinien — und warum sie für das Erlebnis selbst zählen
Die Regeln existieren nicht nur zum Schutz der Tiere. Sie verbessern auch das Erlebnis — weil ein Walhai, der nicht gestört wird, länger bleibt.
Die wichtigsten Regeln:
- 3-Meter-Abstand vom Körper des Hais zu jeder Zeit; 4 Meter von der Schwanzflosse (sie schlägt aus und kann unabsichtlich treffen)
- Kein Berühren — nicht am Körper, nicht an den Flossen, nie. Der natürliche Schleimfilm schützt die Haut des Hais vor Infektionen; Handkontakt beschädigt ihn
- Kein Blitz — Walhaie reagieren auf intensive Lichtblitze mit abruptem Abtauchen
- Nicht vor das Tier schwimmen oder es verfolgen — wenn der Hai eine Richtungsänderung macht, respektieren und Platz geben
- Maximal 8–10 Personen gleichzeitig im Wasser pro Tier
- Wenn er abtaucht, ist die Begegnung vorbei — nicht nachtauchen, nicht warten dass er wieder auftaucht
Ein guter Anbieter bringt diese Regeln vor dem Einsteigen ins Wasser bei. Wenn das Briefing fehlt oder oberflächlich ist — das ist ein Warnsignal.
Einen guten Anbieter wählen
Der Unterschied zwischen einem respektvollen Walhaierlebnis und einer stressigen, chaotischen Begegnung liegt fast vollständig beim Anbieter.
Was du vor der Buchung fragen solltest:
- “Wie viele Personen kommen maximal mit ins Wasser?” — Antwort sollte 8–10 sein, nicht 15+
- “Gibt es ein Briefing vor dem Einstieg?” — Seriöse Anbieter: ja, immer
- “Was passiert wenn wir keinen Hai sehen?” — Ein seriöser Anbieter hat eine klare Richtlinie (Rabatt auf Wiederholung, oder keine Rückerstattung aber ehrlich kommuniziert)
- “Wie nah darf man ran?” — Wenn “so nah wie möglich” die Antwort ist, weitersuchen
Rote Flaggen:
- “Garantierte Sichtung” — keine seriöse Zusicherung für Wildtiere
- Gruppen über 12 Personen im Wasser
- Kein Briefing, keine Regeln vor dem Einsteigen
- Guide taucht selbst unter den Hai oder treibt ihn mit dem Boot
- Sehr niedriger Preis bei unbekanntem Anbieter (unter USD 30) — deutet auf Kostenersparnis beim Sicherheits- und Briefing-Standard hin
Was du erwarten kannst von einem guten Anbieter: Ein kleines Boot (8–12 Personen), ein erfahrener Guide der das Verhalten des Hais liest, klare Regeln, ehrliche Kommunikation über Sichtungswahrscheinlichkeit, und ein Erlebnis das den Hai respektiert.
Praktische Planung
Abfahrt: 06:00–07:00 Uhr ab Kizimkazi-Hafen. Früh starten bedeutet ruhigeres Wasser und Haie, die noch aktiv an der Oberfläche fressen, bevor der Wind zunimmt.
Dauer: 3–5 Stunden gesamt. Davon etwa 30–60 Minuten Suche, dann die Sichtung selbst (20 Minuten bis 1 Stunde je nach Tierverhalten), dann Rückfahrt. Auf dem Boot sollte man Sonnenschutz und eine Schicht für Wind mitbringen.
Kosten: USD 40–80/Person bei seriösem Anbieter. Schnorchel-Grundausrüstung (Maske, Flossen) meist inklusive. Eigene Maske mitbringen wenn vorhanden — Passform und Sicht sind besser.
Seekrankheit: Das Gebiet liegt 3–8 Kilometer vor der Küste, auf offenem Wasser. Bei Dünung (besonders Oktober, wenn der Monsun dreht) kann das Boot schaukeln. Wer anfällig ist: Tabletten (Dimenhydrinat) am Abend vorher und am Morgen des Ausflugs nehmen, nicht erst auf dem Boot.
Anreise nach Kizimkazi: Kizimkazi liegt ~60 km von Zanzibar Town. Transfer-Zeit ab Stone Town: ~1 Stunde. Ab Nungwi oder Kendwa: 1,5–2 Stunden. Taxi ab Stone Town: ~USD 25–35 Einzelfahrt. Viele Hotels on der Ostküste organisieren Sammel-Transfers.
Was mitbringen:
- Eigene Schnorchel-Maske (optional aber empfohlen)
- Rashguard oder UV-Shirt statt Sonnencreme (schützt die Haut besser, keine Chemikalien im Wasser)
- Wasserflasche
- Seekrankheitsmittel wenn nötig
- Kleines Trinkgeld für Guide (USD 5–10 üblich bei gutem Erlebnis)
Mafia Island: Das andere Walhai-Gebiet Tansanias
Kizimkazi bekommt die meisten Besucher — aber Mafia Island ist das beständigere Walhaigebiet. Das sollte man wissen, bevor man bucht.
Mafia Island Marine Park ist das größte Meeresschutzgebiet Ostafrikas. Walhaie sind dort von Oktober bis März verlässlich präsent, mit dem Höhepunkt von Dezember bis Februar — also zwei Monate länger als die Sansibar-Saison. Die Marine Megafauna Foundation hat in peer-reviewter Forschung (2012–2019) etwa 180–200 Individuelle Walhaie im Mafia-Gebiet identifiziert, jedes anhand seines einzigartigen Punktmusters hinter der Kiemenöffnung.
Was kostet es: Walhai-Schnorchel-Touren auf Mafia kosten USD 60–100 pro Person. Inbegriffen sind typischerweise Abholung, Wasser, Snacks, Gemeinschaftsgebühren und Schnorchel-Ausrüstung. Die Tour dauert 2–5 Stunden je nachdem wie schnell Tiere gefunden werden. Abfahrt ist täglich um 07:00 Uhr (Abholung 06:30).
Wie man hinkommt: Mafia Island ist von Daressalam per Inlandsflug in ca. 30–40 Minuten erreichbar. Es ist keine Tagestour von Sansibar aus — aber wer eine Safari auf dem Festland kombiniert und danach an der Küste entspannen möchte, kann Mafia als eigenständiges Ziel einplanen.
Mafia vs. Kizimkazi im Vergleich:
- Kizimkazi: Direkter von Sansibar aus, längere Saison-Überschneidung mit Strandurlaub, mehr Boote in der Saison
- Mafia: Ruhiger, längere Saison (Oktober–März), höhere dokumentierte Individuendichte, besser für Naturschutz-fokussierte Reisende
Ich war auf beiden Seiten: Kizimkazi hat den Vorteil der Nähe wenn man ohnehin auf Sansibar ist. Mafia hat das stärkere Schutzkonzept und ist weniger überlaufen. Wer wählen kann: Mafia gewinnt auf Qualität.
Citizen Science: Wie jede Sichtung zählt
Walhaie sind gefährdet (IUCN Rote Liste: EN). Die Populationen weltweit sind zurückgegangen. Was viele Reisende nicht wissen: Jedes Foto einer Walhaisichtung kann direkt zur Schutzforschung beitragen.
Das Spot-Muster hinter der linken Kiemenöffnung ist bei jedem Walhai einzigartig — wie ein Fingerabdruck. Zwei Plattformen sammeln diese Daten von Reisenden weltweit:
- sharkbook.ai — Upload des Fotos, automatische Muster-Erkennung, Abgleich mit der globalen Datenbank
- ecoocean.org — weiteres Citizen-Science-Netzwerk für Meeresbegegnungen
So hilft man konkret: Wenn man auf dem Boot ein Foto schießt (Blitz aus), das Bild nach dem Ausflug bei sharkbook.ai hochladen. Der Algorithmus vergleicht das Muster mit bekannten Individuen. War der Hai schon einmal gesichtet? Wo? Wann? Diese Daten sind für Bestandsforscher direktverwertbar.
Mafia Island hat dadurch bis 2017–2019 rund 180–200 dokumentierte Individuen — nicht als pauschale “Anzahl Walhaie im Meer”, sondern als namentlich bekannte Tiere mit Wiedersichtungshistorie. Einige dieser Tiere wurden über mehrere Jahre an immer denselben Stellen fotografiert. Andere waren jahrelang verschwunden. Was mit ihnen passiert ist, weiß niemand — aber die Lücke in der Datenbank zeigt es.
Mafia Island hat von der IUCN eine ISRA-Designation erhalten (Important Shark and Ray Area) — ein internationaler Schutzstatus für Gebiete mit besonderer Bedeutung für Hai- und Rochen-Bestände.
Mein Hinweis nach dem Schnorcheln: Lade das beste Foto hoch, bevor du ins Hotel zurückgehst. Der Guide kann helfen, das Tier richtig im Bild zu positionieren (linke Seite, Kiemenregion sichtbar). Es kostet fünf Minuten und könnte wissenschaftlich relevant sein.
Was man im Wasser erwartet — und was nicht
Walhaisichtungen werden in Reiseberichten oft romantisiert. Das tatsächliche Erlebnis ist großartiger als die romantisierte Version — aber anders. Vorbereitung hilft.
Die Suche dauert länger als man denkt. Ein Boot verbringt 30–90 Minuten auf der Suche, bevor es einen Hai findet. Das kann frustrierend sein, wenn man nicht damit rechnet. Nutze die Zeit: Schau auf das Wasser. Die Guides erkennen Walhaie an einem leichten Aufschäumen oder einer kleinen Finne, die kaum sichtbar ist. Man lernt, worauf man schaut.
Das Wasser ist nicht kristallklar. Sichtweite 5–10 Meter ist der Normalfall — das Plankton, das die Haie anzieht, trübt das Wasser. Erst wenn der Hai nah genug ist, sieht man ihn — und dann ist er sofort groß.
Die erste Reaktion ist falsch. Fast alle, mit denen ich je gesprochen habe, beschreiben denselben Moment: Man sieht die Form, und der erste Instinkt ist Rückzug. Dann erinnert man sich: Das Tier frisst Plankton. Man bleibt. Der Hai zieht vorbei. Die Begegnung dauert oft nur 2–5 Minuten pro Sichtung, manchmal länger wenn der Hai langsam frisst.
Mehrere Haie sind möglich. In Hochsaison (November–Januar) können an einem guten Tag zwei oder drei Tiere im Gebiet sein. Der Ablauf ist dann: einsteigen, begleiten, zurück aufs Boot, Boot repositioniert, wieder einsteigen. Das kostet Energie. Gut schwimmen können ist wichtig.
Seekrankheit ist real. Das Boot sucht auf offenem Wasser, manchmal mit Dünung. Wer anfällig ist: Dimenhydrinat am Vorabend und am Morgen vor dem Ausflug nehmen. Nicht erst auf dem Boot.
Walhaie kombiniert mit Delfinbeobachtung in Kizimkazi
Viele Anbieter in Kizimkazi bieten Kombinationstouren an: Delfine am frühen Morgen, dann Walhaie. Das klingt effizient — in der Praxis ist es oft ein Kompromiss.
Delfintouren in Kizimkazi sind ein eigenes Erlebnis: Spinner-Delfine und Buckel-Delfine in der Kizimkazi-Bucht, beste Zeit 06:00–09:00 Uhr, Beobachtung (nicht Schwimmen) wenn ethisch durchgeführt. Der Kizimkazi Delfin-Guide erklärt das vollständig — inklusive Anbieter-Tipps und warum “Schwimmen mit Delfinen” anders zu bewerten ist als Walhai-Schnorcheln.
Walhaie sind 3–8 Kilometer draußen auf offenerem Wasser. Delfine sind in der Bucht. Die Boote, die Guides, die Erwartungen — das sind verschiedene Kontexte. Eine gute Kombination ist möglich wenn der Anbieter beides kennt und beide Erlebnisse seriös durchführt. Schlechte Kombination: Anbieter presst beide in 3 Stunden, keins wird gut gemacht.
Wenn man nur einen Tag hat: Walhaie und Delfine als separate Ausflüge planen — einen Morgen für Delfine, einen Morgen für Walhaie. Beide Erfahrungen gewinnen dadurch.
Für diejenigen, die tiefer tauchen wollen
Das Walhaierlebnis vor Kizimkazi ist ein Schnorchelerlebnis — und damit für fast alle zugänglich. Wer zertifizierter Taucher ist und das Unterwasser-Sansibar darüber hinaus erkunden möchte, findet im Sansibar Schnorcheln und Tauchen Guide alle Informationen zu Tauchspots, PADI-Kursen und Dive-Center-Empfehlungen — inklusive Mnemba Atoll, Chumbe Island und den Rifflachen der Ostküste.
Für die außergewöhnlichste Meerestierbegegnung rund um Sansibar ist dieser Guide der richtige Einstieg. Für alles was sich auf dem Riff abspielt, wechsle zu den Schnorchel-Spots auf Sansibar.
→ Verwandte Guides: Kizimkazi — Delfintour & Moschee · Schnorcheln auf Sansibar · Schnorcheln & Tauchen — alle Spots · Beste Reisezeit Sansibar · Sansibar Aktivitäten · Sansibar im Überblick
Frequently asked questions
Wo kann man auf Sansibar Walhaie sehen?
Das primäre Walhaigebiet liegt vor der Südküste von Sansibar (Unguja), rund um Tobi Island und das Mwana wa Mwana Riff nahe Kizimkazi Dimbani. Boote starten vom Kizimkazi-Hafen, typischerweise 30–60 Minuten südlich von den nächsten Resorts. Das Gebiet zieht Walhaie wegen saisonaler Planktonblüten an, die durch den Agulhas-Strom entstehen.
Wann sind Walhaie auf Sansibar?
Walhaisichtungen sind von Oktober bis Februar am häufigsten, mit November bis Januar als produktivste Monate. Planktonblüten schaffen in diesen Monaten konzentrierte Nahrungsquellen. Sichtungen sind das ganze Jahr möglich, aber die saisonalen Ansammlungen sind Oktober–Februar am zuverlässigsten. Ende Februar werden Sichtungen weniger verlässlich.
Was kostet ein Walhaiausflug ab Kizimkazi?
Erwartet USD 40–80 pro Person bei einem seriösen Anbieter. Die Kosten beinhalten typischerweise Boot, Guide und grundlegende Schnorchel-Ausrüstung. Nicht inklusive: Trinkgelder, persönliche Schnorchel-Ausrüstung (eigene Maske und Flossen für bessere Passform mitbringen).
Kann man mit Walhaien tauchen?
Nein — und das ist absichtlich. Walhaie rund um Kizimkazi sind Oberflächenfresser. Taucher mit Tanks erzeugen Blasen, die das Fressverhalten der Haie stören und dazu führen, dass sie abtauchen. Das korrekte Erlebnis ist Schnorcheln: man betritt das Wasser ohne Tank, bleibt an der Oberfläche, und der Hai schwimmt auf Augenhöhe vorbei.
Welche ethischen Regeln gelten für das Schwimmen mit Walhaien?
3-Meter-Abstand vom Körper, 4 Meter von der Schwanzflosse. Kein Berühren unter keinen Umständen. Kein Blitz. Maximal 8–10 Schwimmer gleichzeitig im Wasser. Nicht vor das Tier schwimmen oder es verfolgen. Wenn es abtaucht, ist die Begegnung vorbei. Ein guter Anbieter informiert vor dem Einstieg ins Wasser.
Sind Walhaisichtungen auf Sansibar garantiert?
Nein — und wer eine Sichtung garantiert, ist entweder irreführend oder hat eine Rückerstattungsrichtlinie die es wert ist zu prüfen. Seriöse Anbieter nennen eine Erfolgsquote für die laufende Saison (typischerweise 70–90% in den Spitzenmonaten November–Januar bei gutem Wetter). Wenn ein Ausflug ohne Sichtung zurückkommt, bieten gute Anbieter eine vergünstigte oder kostenlose Wiederholung an — vorher danach fragen.
Kann man Walhaie auch auf Mafia Island sehen?
Ja — Mafia Island ist tatsächlich das beständigere Walhai-Gebiet in Tansania. Die Saison läuft von Oktober bis März (Höhepunkt Dezember–Februar) im Mafia Island Marine Park, dem größten Meeresschutzgebiet Ostafrikas. Walhai-Schnorchel-Touren kosten auf Mafia USD 60–100. Die Anreise ist aufwendiger als nach Kizimkazi, aber das Erlebnis ist ruhiger und weniger überlaufen. Wer Safari und Walhaie kombiniert, kann Mafia direkt von Daressalam anfliegen.
Wie schützt man Walhaie als Reisender aktiv?
Drei konkrete Maßnahmen: Erstens, einen Anbieter wählen der sich an die 3-Meter-Regel hält und ein Vor-Wasser-Briefing durchführt. Zweitens, keine Produkte mit Hai-Inhaltsstoffen kaufen (Haiflossen in Restaurants, Schönheitsprodukte mit Squalen aus Haifischöl). Drittens, Fotodaten von Walhaien bei sharkbook.ai hochladen — das Spot-Muster jedes Hais ist einzigartig wie ein Fingerabdruck, und die Marine Megafauna Foundation hat damit bis 2019 etwa 180–200 Individuen im Mafia-Gebiet dokumentiert. Jede Sichtung mit Fotodaten ist ein Beitrag zur Bestandsforschung.
